Kategorie: news

  • ÖPNV Echtzeitinformationen nicht verfügbar

    ÖPNV Echtzeitinformationen nicht verfügbar

    Service Post. Sowohl beim VRS als auch in BONNmobil sind derzeit keine Echtzeitinformationen verfügbar. Das heißt Verspätungen werden bei der Auskunft nicht berücksichtigt. Darauf weißt ein Pop-Up in der BONNmobil App im Browser hin (siehe Titelbild).

    Unser Tipp 1: Augenscheinlich funktioniert die „Linie Live“ Ansicht in der BONNmobil App weiterhin und zeigt die aktuellen Positionen der Bahnen und Busse auf der Karte an. Damit kann man zumindest selbst eine Abschätzung machen.

    https://www.swb-mobil.de/maps/tlnp

    Unser Tipp 2: Alternativ bietet auch die Webseite der Bahn eine Fahrplanauskunft. Dort werden derzeit Echtzeitinformationen angezeigt.

    https://www.bahn.de/service/fahrplaene/reiseauskunft

    Beim VRS werden hingegen derzeit keine Echtzeitinformationen angezeigt. Sonst werden die Abfahrtszeiten in grün für pünktlich, und rot für verspätet gefärbt.

    Meinung. In letzter Zeit hat sich die „Linie Live“ Ansicht aus der BONNmobil App als eine der wenigen belastbaren Quellen für Echtzeitinformationen der Linie 66 erwiesen. Zwar gibt es auch hier Aussetzer, so werden immer wieder Bahnen zwischen Siegburg und Sankt Augustin Zentrum nicht angezeigt. Doch das ist immer noch besser als wenn Bahnen auf Anzeigetafeln und in der Fahrplanauskunft angezeigt werden, die unvermittelt ausfallen.

    Mehr zum Themas Stadtbahn? Hier auch etwas mit ein wenig Humor:

    B-Wagen – vom Aussterben bedroht | Die Beuel.net Reportage 😉
    https://youtube.com/shorts/wYEaqTeptyY

  • Ein Zeichen für die nächste Generation: Schiffer-Verein Beuel setzt Niedrigwasser-Stein in den Rhein

    Ein Zeichen für die nächste Generation: Schiffer-Verein Beuel setzt Niedrigwasser-Stein in den Rhein

    Titelfoto von Christoph Gietz

    Mit einem Niedrigwasser-Stein hält der Schiffer-Verein Beuel den außergewöhnlich niedrigen Rheinpegel von 2026 fest. Bei der feierlichen Platzierung durfte auch eine Portion Beueler Humor nicht fehlen.

    Am Rhein gehört es zum Leben dazu, dass sich der Strom immer wieder von einer anderen Seite zeigt. Mal führt er Hochwasser, mal zieht er sich weit zurück. Der Schiffer-Verein Beuel 1862 e.V. hat nun auch dem Niedrigwasser ein dauerhaftes Zeichen gewidmet: Am heutigen 16. Oktober 2026 platzierte der Verein feierlich einen Niedrigwasser-Stein im Rhein.

    Damit greift der Verein eine Tradition auf, die auch aus anderen Abschnitten des Rheins bekannt ist. Dort sind solche Steine als sogenannte Hungersteine bekannt. Sie erinnern an Zeiten, in denen der Wasserstand besonders niedrig war und Dürre sowie eingeschränkte Transportmöglichkeiten für die Menschen am Fluss mit Not verbunden sein konnten.

    Eine Botschaft für die Zukunft

    Für den neuen Beueler Stein hat Steinmetz Naundorf eine Inschrift angefertigt und ihn gestiftet. Sie hält nicht nur den Anlass fest, sondern gibt dem Stein auch eine Botschaft mit auf den Weg:

    Schiffer-Verein Beuel 1862 e.V.
    Niedrigwasser Stein
    Anno 2026 Pegelstand 58 cm am 27. September

    Der Rhein gibt frei, was sonst verborgen bleibt.
    Mit Gott voraus!

    Die eingemeißelte Pegelangabe von 58 Zentimetern macht den Wasserstand zum Teil der Beueler Vereinsgeschichte. Der Stein soll aber nicht nur an das Jahr 2026 erinnern. Er ist zugleich für kommende Generationen gedacht.

    Der Käpt’n brachte die Idee mit typisch rheinischem Humor auf den Punkt. Nachdem der Verein bereits den Hochwasserpegel und die Beueler Familie aufgestellt habe, wolle man nun auch etwas in den Rhein legen. Seine Hoffnung: „dass wir nicht mehr so schnell Niedrigwasser kriegen“.

    Und damit nicht nur die heutige Generation ihre Spuren hinterlässt, ist bereits vorgesorgt. Auf dem Stein wurde bewusst Platz freigelassen. Dort könnten, so die Vorstellung des Käpt’ns, die Nachkommen in 100 Jahren den nächsten Niedrigwasserstand eintragen.

    Die Inschrift des Niedrigwasser-Steins – Foto von Christoph Gietz

    Ein weiter Weg zum Wasser

    Anschließend wurde der schwere Stein vor den Augen der Festgemeinde in Richtung Rhein transportiert. Unter den Gästen war auch die Leiterin der Station der Wasserschutzpolizei Beuel, Sandra Huster-Stemke.

    Wie weit sich der Rhein zurückgezogen hatte, war an der Wasserlinie auf Höhe des Flaggenmasts gut zu erkennen: Sie lag weit in Richtung Flussmitte. Für die Platzierung des Steins war das eine besondere Ausgangslage.

    Der Käpt’n hatte sich für seinen Einsatz eigens mit seinen „Sicherheits-Sandalen“ gerüstet. Wo ein Wille ist, da gibt es auch eine pragmatische Lösung. So ging es hinaus an die vorgesehene Stelle, um den Stein an die richtige Position zu bringen.

    Nachdem das Vorhaben gelungen war, stieß die Festgemeinde gemeinsam auf die erfolgreiche Umsetzung an.

    Der Niedrigwasser-Stein wird tief in den Rhein gebracht. Links im Bild Käpt’n Reiner Burgunder – Foto von Christoph Gietz

    Zum Leben mit dem Rhein gehört beides

    Der Schiffer-Verein Beuel wurde 1862 als Solidargemeinschaft der Beueler Rheinanlieger gegründet. In seiner Geschichte spielte die Unterstützung von Mitgliedern in Not eine wichtige Rolle. Die Verbundenheit mit dem Rhein und die Pflege des überlieferten Brauchtums prägen den Verein bis heute.

    Hochwasser hat den Menschen am Strom immer wieder Herausforderungen bereitet. Doch auch Niedrigwasser gehört zum Leben am und mit dem Rhein. Es verändert das Ufer, gibt bislang Verborgenes frei und hält der Gegenwart vor Augen, wie stark der Alltag in Beuel mit dem Fluss verbunden ist.

    Der neue Niedrigwasserstein macht diese Erfahrung sichtbar. Mit seiner Inschrift hält er einen konkreten Wasserstand fest – und lässt zugleich Platz für das, was noch kommen wird. Vielleicht wird der Stein lange unter Wasser bleiben. Vielleicht wird er irgendwann wieder sichtbar. Und vielleicht werden die Nachkommen des heutigen Schiffer-Vereins dann tatsächlich die freie Stelle ergänzen.

    Bis dahin gilt der Wunsch des Käpt’ns: möglichst nicht so bald wieder einen Anlass für einen neuen Eintrag zu haben.

    Weitere Informationen zum Schiffer-Verein unter: https://schifferverein-bonn-beuel.de/

  • Helfende Hände gesucht: Ordner für das Martinsfeuer im Beueler Stadion am 05.11.2026

    Helfende Hände gesucht: Ordner für das Martinsfeuer im Beueler Stadion am 05.11.2026

    Damit der Martinszug auch in diesem Jahr zu einem schönen Erlebnis für die Beueler Kinder wird, werden dringend noch ehrenamtliche Ordner für das große Martinsfeuer im Beueler Stadion gesucht.

    Der Martinszug lebt vom Engagement vieler Menschen, die sich freiwillig für das Brauchtum und die Gemeinschaft einsetzen. Wer mithilft, trägt dazu bei, den Kindern einen unvergesslichen Abend mit einem stimmungsvollen Martinsfeuer im Stadion zu ermöglichen.

    Am Donnerstag, 5. November 2026, geht es um 17:30 Uhr am Beueler Stadion los. Nach einer kurzen Einweisung dauert der Einsatz etwa zwei Stunden.

    Wer Zeit und Lust hat, diese schöne Tradition zu unterstützen, meldet sich bitte bei Rosa unter:
    > rosa.stadtfeld@t-online.de

    Jede helfende Hand zählt – damit das Martinsbrauchtum in Beuel lebendig bleibt!

    Weitere Informationen zum Martinszug gibt es auch auf https://www.sankt-martin-beuel.de/ Der Förderverein freut sich ganzjährig über Unterstützer.

  • Kennedybrücke: Fahrrad-Zählstelle ist defekt – Austausch angekündigt

    Kennedybrücke: Fahrrad-Zählstelle ist defekt – Austausch angekündigt

    Die Stadt Bonn bestätigt Probleme mit der Fahrradzählung auf der Kennedybrücke in Fahrtrichtung Beuel. Die Anlage zählt nach Angaben der Verwaltung zwar weiterhin, kann ihre Daten wegen eines defekten Übertragungsmoduls aber nicht zuverlässig ins Internet übertragen. Ein Austausch ist geplant, ein genauer Termin steht noch nicht fest.

    Wer wissen möchte, wie viele Menschen mit dem Fahrrad über die Kennedybrücke fahren und wie sich der Radverkehr angesichts der gesperrten Nordbrücke entwickelt, stößt derzeit auf eine Lücke in den verfügbaren Daten. Besonders betroffen ist die Zählstelle auf der Südseite der Brücke in Fahrtrichtung Beuel. Seit dem 21. September 2026 lassen sich die vollständigen Werte nach den vorliegenden Beobachtungen weder über Open Data noch über Eco-Counter abrufen. Auch das Zähldisplay vor Ort zeigt überwiegend den Wert null an.

    Auf Nachfrage hat die Stadt Bonn am 13. Oktober 2026 die technischen Probleme bestätigt und erläutert, warum die Daten derzeit nicht vollständig zur Verfügung stehen.

    Zählstelle hat das Ende ihrer Lebensdauer erreicht

    Nach Auskunft der Stadtverwaltung ist die Anlage inzwischen am Ende ihrer Lebensdauer angekommen. Ein Austausch sei deshalb bereits vorgesehen und solle in Kürze beauftragt werden. Einen konkreten Montagetermin gibt es bislang nicht.

    Eine Reparatur des bestehenden Systems hält die Stadt nicht mehr für sinnvoll. Das Display funktioniere bereits seit einigen Monaten nicht zuverlässig. Deshalb sei die Anzeige abgeklebt worden. Weil sich die Abdeckung auf einer Seite gelöst habe, sei das Display wieder sichtbar. Es zeige jedoch keine korrekten Werte an und weise an den meisten Tagen den Wert null aus.

    Der angezeigte Nullwert ist daher kein verlässlicher Beleg dafür, dass tatsächlich keine Fahrräder die Brücke überquert haben.

    Die Zählstelle zählt weiter – doch die Datenübertragung fällt aus

    Die Stadt unterscheidet zwischen der eigentlichen Zählfunktion und der Übermittlung der erfassten Daten. Während die Zählstelle selbst nach Angaben der Verwaltung weiterhin Fahrräder zählt und die Daten erfasst, ist seit einigen Wochen zusätzlich das Übertragungsmodul defekt. Es falle häufiger aus und verhindere dann, dass die Daten automatisch ins Internet hochgeladen werden.

    In solchen Fällen müssen die Daten direkt an der Zählstelle manuell abgerufen und synchronisiert werden. Das Stadtplanungsamt hat diese Synchronisierung zuletzt am 21. September vorgenommen.

    Damit ist auch erklärt, warum die online verfügbaren Daten seit diesem Zeitpunkt unvollständig sein können: Die Erfassung vor Ort und die Bereitstellung im Internet funktionieren nicht zuverlässig zusammen.

    Zahlen seit dem 21. September sind derzeit nicht verfügbar

    Wie viele Fahrräder seit dem 21. September tatsächlich in Fahrtrichtung Beuel gezählt wurden, lässt sich derzeit nicht beantworten. Nach Angaben der Stadt können die gewünschten Werte momentan nicht ausgelesen werden, weil dafür ein manueller Zugriff direkt an der Anlage erforderlich wäre.

    Das Stadtplanungsamt kann diese Aufgabe nach eigener Auskunft zurzeit aus Kapazitätsgründen nicht übernehmen. Ob und wann die fehlenden Daten nachträglich abgerufen und bereitgestellt werden können, ist damit noch offen.

    Austausch angekündigt, Termin noch unbekannt

    Die Auftragserteilung für den Austausch der Zählstelle soll nach Auskunft der Stadt in Kürze erfolgen. Wann die neue Anlage tatsächlich installiert wird, steht noch nicht fest.

    Bis dahin bleibt die Aussagekraft der öffentlich verfügbaren Daten zur Fahrradzählung auf der Kennedybrücke eingeschränkt. Für eine Auswertung des Radverkehrs im September 2026 fehlen damit ausgerechnet für die jüngsten Tage des Monats belastbare, öffentlich abrufbare Zahlen aus der Zählstelle in Fahrtrichtung Beuel.

    Ob die gespeicherten Werte nach einem manuellen Abruf noch vollständig zur Verfügung gestellt werden können, bleibt abzuwarten. Wer Aussagen zur Entwicklung des Radverkehrs treffen möchte muss sich also gedulden.

    Kennedybrücke Bonn Fahrrad Zählstelle defekt, sie zeigt den Wert 0

    Quellen und Grundlage

    • Schriftliche Auskunft der Stadt Bonn, Isabel Klotz, vom 13. Oktober 2026, als Antwort auf eine Presseanfrage vom 1. Oktober 2026.
    • Beobachtungen von Beuel.net zu den fehlenden Daten in Open Data und bei Eco-Counter sowie zur Anzeige am Zähldisplay vor Ort
  • Wie verläuft die Prüfung der Stadtbahnen? – eine Übersicht zur Roadmap zur Linie 66

    Wie verläuft die Prüfung der Stadtbahnen? – eine Übersicht zur Roadmap zur Linie 66

    In der letzten Wochen wurde den SWB Aufsichtsräten die Roadmap zur Wiederinbetriebnahme der Stadtbahnen übergeben. Die Roadmap selbst wurde hingegen nicht veröffentlicht. Gleichzeitig erfolgten keine täglichen Updates mehr zu den Fortschritten aus den Werkstätten.

    Wir haben daher bei den Stadtwerken nachgefragt, um ein genaueres Bild zu bekommen. Die Ergebnisse fassen wir auf dieser Seite zusammen, mit dem Ziel allen Interessierten den Prozess genauer zu beschreiben. Insbesondere haben wir durch den Austausch und die Rückfragen der Leserschaft beobachten können, dass nicht allen deutlich wurde, dass die Stadtbahnen – sehen sie von außen mitunter „fast gleich“ aus – technisch unterschiedlich sind.

    Das führt dazu, dass die Freigaben in Gruppen durchgeführt werden müssen, und nicht basierend auf dem ersten Bescheid alle wieder geprüft und in den Betrieb überführt werden können. Insgesamt gibt es eine Gemengelage an Begriffen und Bezeichnungen. Wir behalten uns vor die Informationen mit der Zeit zu ergänzen, insbesondere zum Fortschritt in der Sektion „Wo stehen wir aktuell“. Fangen wir an mit der Übersicht.

    Hinweis: zur Vereinfachung der Lesbarkeit verwenden wir „die Stadtwerke“ als Oberbegriff. Die Bahnen sind zum Teil im Besitz der Stadtwerke Bonn Verkehrs GmbH (Tochterunternehmen der SWB) und im Besitz der SSB = Elektrischen Bahnen der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises GmbH (die zum Teil auch den SWB gehört). Die Fahrzeuge werden gemeinsam geprüft.

    Übersicht: wie viele Stadtbahnen stehen im Idealfall zur Verfügung?

    Insgesamt stehen den Stadtwerken in Summe 75 Bahnen, die als Stadtbahn eingesetzt werden können. Hierfür sind Bahnen erforderlich, die auch die hohen Bahnsteige bedienen können, wie etwa bei der Linie 16, 18 und 66.

    Insgesamt 60 Bahnen wurden am 21. Juli 2026 durch die Technische Aufsichtsbehörde (TAB) stillgelegt.

    Diese insgesamt 75 Bahnen sind von zwei unterschiedlichen Herstellern:

    • 15 der 75 Bahnen sind von Bombardier vom Typ K-5000 und von der Stilllegung nicht betroffen. Sie waren und sind weiter im Einsatz. Insbesondere auch auf den Linien 16 und 18.
    • 60 der 75 Bahnen sind von Duewag, sogenannte „B-Wagen“ und wurden stillgelegt.

    Sind die 60 stillgelegten Duewag Bahnen alle gleich aufgebaut?

    Nein, auch wenn sie aus der gleichen B-Wagen-Familie stammen und es Ähnlichkeiten gibt. Die 60 Bahnen teilen sich in 3 Gruppen, die sich technisch unterscheiden. Dies sind die uns bestätigten Stückzahlen der einzelnen Gruppen und die ursprünglichen Baujahre.

    • 20 Stück der Serie 5 (90er Jahre)
    • 15 Stück der Serie 4 (80er Jahre)
    • 25 Stück als Zweiterstellung (70er Jahre)

    Warum heißt die Bahnen aus den 70er Jahren Zweiterstellung?

    Die Fahrzeuge stammen ursprünglich aus den 1970er Jahren aus den Serien 1-3 und wurden später grundlegend modernisiert. Bei den SWB werden diese modernisierten Fahrzeuge als ‚Zweiterstellung‘ bezeichnet.

    Wie verläuft der Prozess nach der Stilllegung?

    Für jede der drei Gruppen muss ein individuelles Konzept erstellt werden. Zu diesem Konzept gehört zunächst eine Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse (FMEA). Dieses wird, wie Daniel Blatzheim von der SWB-Pressestelle ausführt, gemeinsam mit einem externen Gutachterbüro erstellt. Die Schritte lassen sich wie folgt zusammenfassen:

    1. SWB entwickelt auf Grundlage der FMEA ein Prüf- und Überwachungskonzept
    2. Abstimmung mit der TAB der Unterlagen und Details,
    3. TAB erlässt den Bescheid zur Wiederinbetriebnahme.
    4. > Jedes einzelne Fahrzeug durchläuft die Prüfung
    5. > Anschließend erfolgt eine finale Abnahme jedes Fahrzeugs durch Betriebsleiter

    Das bedeutet Schritt 1. – 3. gilt für die ganze Gruppe, Schritt 4 und Schritt 5 erfolgen dann pro Fahrzeug. Allerdings gibt es auch Synergieeffekte: „Unterlagen der bereits freigegebenen Serie können für die kommende Freigabe in Ansätzen genutzt werden, insofern liegen viele Informationen bereits vor.“ wie uns Daniel Blatzheim mitteilt.

    In welcher Reihenfolge werden die Fahrzeuge geprüft?

    Die Gruppen werden laut SWB in der folgenden Reihenfolge abgearbeitet

    1. Serie 5
    2. Zweiterstellung
    3. Serie 4

    Wo stehen wir aktuell?

    Schauen wir uns die einzelnen Gruppen an. Aus den Informationen der SWB-Pressestelle kann anhand der Serie 5, die bereits im Freigabe-Prozess ist, das Vorgehen veranschaulicht werden. Herr Blatzheim führt dazu aus: „Das Prüf- und Überwachungskonzept ist Teil der umfangreichen fahrzeugspezifischen und übergreifenden Unterlagen. Um die weitere Prüfung frühzeitig anzustoßen und Zeit zu gewinnen, wurde der TAB am 7. August 2026 zunächst ein Entwurf vorgestellt. Die abgestimmte und finalisierte Version wurde am 24. August 2026 bei der TAB eingereicht.

    Der Bescheid wurde der SWBV und der SSB am 28. August 2026 im Rahmen eines Ortstermins von der TAB im Original übergeben. Ebenfalls am 28. August 2026 wurde das erste Fahrzeug (Nr. 9374) der SSB wieder in Betrieb genommen.“ Anmerkung: dieses Fahrzeug ist auch in unserem Titelbild, das nach der Freigabe entstand.

    Aus den Ausführungen wird deutlich, dass ein enger Austausch zwischen den Stadtwerken und der TAB erfolgt, so dass vom finalen Prüfungskonzept bis zum Bescheid zur Wiederinbetriebnahme gerade einmal 4 Tage vergangen sind.

    Nach heutigem Stand (22. Oktober 2026) ist dies die aktuelle Lage:

    Serie 5 (20 Bahnen)

    • Erster Entwurf an TAB zur Abstimmung: 07. August 2026
    • Prüfkonzept an TAB übergeben: 24. August 2026
    • Bescheid erhalten: 28. August 2026
    • Anzahl Bahnen freigegeben: 18
    • Anzahl Bahnen noch zu prüfen: (2) werden nicht mehr geprüft
    • ✅✅✅✅✅ ✅✅✅✅✅
      ✅✅✅✅✅ ✅✅✅❌❌
    • Prüfvorgabe nach Freigabe: alle 9000 Kilometer Ultraschallprüfung

    Zweiterstellung (25 Bahnen)

    • Prüfkonzept an TAB übergeben: geplant bis 4. Oktober 14. Oktober 2026
    • Bescheid erhalten: ✅
    • Anzahl Bahnen freigegeben: 1
    • Anzahl Bahnen noch zu prüfen: 24
    • ✅❌❌❌❌ ❌❌❌❌❌
      ❌❌❌❌❌ ❌❌❌❌❌
      ❌❌❌❌❌

    Serie 4 (15 Bahnen)

    • Prüfkonzept an TAB gesendet: 14. Oktober 2026
    • Bescheid erhalten: ✅
    • Anzahl Bahnen freigegeben: 0
    • Anzahl Bahnen noch zu prüfen: 15
    • ❌❌❌❌❌ ❌❌❌❌❌
      ❌❌❌❌❌

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Prozesse, insbesondere durch die unterschiedlichen Anforderungen je Gruppe und die technischen Unterschiede komplexer sind, als man zunächst denken könnte.

    Wie viele Bahnen werden pro Abschnitt benötigt?

    Für eine realistische Einschätzung wann der Busersatzverkehr zurückgefahren werden kann, sind die Angaben notwendig wie viele Bahnen pro Streckenabschnitt mindestens benötigt werden, um einen Regelbetrieb durchzuführen. Allerdings: die reine Mindestzahl wird nicht dauerhaft ausreichen, da turnusmäßige Wartungen an den Bahnen und auch an den bislang nicht betroffenen Bahnen von Bombardier stattfinden, wodurch sie dem Fahrbetrieb nicht zur Verfügung stehen.

    • ✅ Siegburg Bf <-> Bonn Hbf: 12
      Dieser Abschnitt wird bereits wieder bedient. Es pendeln 6 Züge mit jeweils zwei Bahnen
    • ❌ Bonn Hbf <-> Bonn Ramersdorf: 6
    • ❌ Bonn Ramersdorf <-> Bad Honnef:

    Bekannt ist, dass für den gesamten Dienst 56 Bahnen benötigt werden. Dies hat die Geschäftsführerin der SWB in der Ratssitzung vom 24.09.2026 erneut bestätigt.

    Wie sieht der Zeitplan aus?

    Für den regulären Betrieb werden nach Angaben der SWB insgesamt 56 Fahrzeuge benötigt. Da 15 Bombardier K5000 weiterhin zur Verfügung stehen, müssten dafür mindestens 41 der derzeit stillgelegten B-Wagen wieder freigegeben sein. Wie erwähnt ist jedoch zu beachten, dass durch turnusmäßige Wartungs- und Prüfarbeiten nicht immer alle Bahnen eingesetzt werden können.

    In den Herbstferien stehen für die Linie 66 mehr Bahnen zur Verfügung, da auf der Linie 16 wegen Bauarbeiten Ersatzbusse fahren. Der Zeitplan sieht vor, dass ab dem 17. Oktober auch das Teilstück Bonn Hbf <-> Bonn Ramersdorf mit Bahnen bedient wird.
    Update vom 16. Oktober 2026 15:49: die SWB teilen mit, dass „bis auf Weiteres“ doch noch keine Bahnen fahren werden.

    Es bleibt zu hoffen, dass der Vergabe der anderen Bescheide durch das Zurverfügungstellen aller erforderlichen Unterlagen auch für die nächsten beiden Gruppen so zeitnah erfolgt kann. Schaffen die Stadtwerke es alle Bahnen der Serie 5 und der Zweiterstellung zurück auf die Gleise zu bekommen, wäre mit diesen 45 Bahnen ein großer Schritt in diese Richtung geschafft.

    Unterstellt man beispielhaft einen Bescheid am 9. Oktober, blieben bis Ende November nur noch rund sieben Wochen, um die 25 Fahrzeuge der Zweiterstellung entsprechend dem abgestimmten Prüf- und Überwachungskonzept zu untersuchen, zu prüfen und anschließend einzeln freizugeben. Dabei müssen zunächst unter anderem die Radsätze mit zerstörungsfreien Prüfverfahren untersucht werden. Parallel soll bereits die Vorbereitung der vierten Serie weiterlaufen. Es ist ein strammer Zeitplan.

    Anhand der bisherigen Meldungen der Stadtwerke Bonn haben wir den Zuwachs an einsatzfähigen B-Wagen über die Zeit aufgetragen. Aufgrund der unterschiedlichen Anforderungen ist eine einfache Prognose der Fertigstellung nicht möglich.

    Wann gibt es Updates?

    Die täglichen Updates aus der Werkstatt wird es nicht mehr geben. Frau Wenmarkers hatte sich dazu im Rat der Stadt Bonn geäußert und darauf verwiesen, dass einige Medien diese Updates als nicht relevant betrachten. Die SWB werden nur noch sporadisch über Updates aus der Werkstatt berichten. Ein größeres Update gibt es dann, sobald ausreichend viele Bahnen für den Abschnitt Bonn Hbf <-> Ramersdorf bereitstehen. Dann endet auch der Busersatzverkehr BE68.

    Meinung

    Soweit wie möglich werden wir versuchen unseren „Stadtbahn-Pegel“ im Briefing auf Beuel.net weiter mit Daten zu versorgen, um zu verdeutlichen, dass es stetig voran geht. So umgehen wir die Notwendigkeit einer expliziten Meldung und es bleibt für Interessierte abrufbar.

    Dass die Stadtwerke erst wieder bei einem größeren Update berichten, lässt sich durchaus nachvollziehen, denn ohne Hintergrundwissen ist die Bedeutung von einer Bahn mehr kaum abschätzbar.

    Die erste Stadtbahn, die nach der Prüfung wieder unterwegs ist an der Haltestelle Adelheidisstrasse
    Die erste Stadtbahn, die nach der Prüfung wieder unterwegs ist. Hier an der Haltestelle Adelheidisstrasse in Bonn Beuel.

    Gesamtübersicht über die Anzahl der Stadbahnen

    AnzahlTyp
    15Bombardier, K5000
    20Duewag, 5. Serie, B100C
    15Duewag, 4. Serie, B100S
    25Duewag, Zweiterstellung, B80-ZE,
    (basierend auf 1. – 3. Serie)
    = 75

    Wer sich für noch mehr Details interessiert, findet auf den folgenden Seiten weitere Informationen, die auch uns geholfen haben:

    Quellen

  • Beuel bekommt neues Dialogformat: Bezirksvertretung will zuhören

    Beuel bekommt neues Dialogformat: Bezirksvertretung will zuhören

    „Bezirksvertretung hört zu“ soll den direkten Austausch mit den Menschen im Stadtbezirk stärken – erste Veranstaltung am 15. Oktober im Rathaus Beuel

    Politik soll nicht nur in Sitzungen stattfinden, sondern auch dort zuhören, wo die Anliegen der Menschen entstehen: Mit dem neuen Format „Bezirksvertretung hört zu“ will die Bezirksvertretung Beuel den direkten Austausch mit der Bürgerschaft stärken.

    Ins Leben gerufen wird das neue Dialogformat auf Initiative des Beueler Bezirksbürgermeisters Marco Rudolph. Im Mittelpunkt sollen die Themen, Anliegen und Ideen der Menschen vor Ort stehen. Besonders Bürgervereine sollen dabei Gelegenheit bekommen, örtliche Herausforderungen und Probleme vorzustellen, mögliche Lösungsansätze einzubringen und gezielt Fragen an die politischen Vertreterinnen und Vertreter zu richten.

    Das Format unterscheidet sich dabei bewusst von den regulären Sitzungen der Bezirksvertretung. „Bezirksvertretung hört zu“ findet außerhalb des formellen Sitzungsrahmens statt. Damit soll mehr Raum für einen offenen Austausch entstehen – ohne die Zwänge einer festen Sitzungsordnung oder einer umfangreichen Tagesordnung.

    Ziel ist es nach Angaben der Bezirksvertretung, Anliegen frühzeitig aufzunehmen, miteinander ins Gespräch zu kommen und den Austausch zwischen Politik und Bürgerschaft zu fördern.

    Premiere am 15. Oktober

    Die erste Veranstaltung des neuen Formats findet am Donnerstag, 15. Oktober 2026, um 17 Uhr statt. Treffpunkt ist der Große Sitzungssaal im Rathaus Beuel, Friedrich-Breuer-Straße 65, 53225 Bonn, 1. Etage.

    Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, die Veranstaltung dort live zu verfolgen.

    Damit bekommt die Beueler Kommunalpolitik ein zusätzliches Gesprächsformat, bei dem nicht die Tagesordnung einer regulären Sitzung, sondern die Anliegen aus dem Stadtbezirk im Mittelpunkt stehen sollen.

    Die Veranstaltung ist natürlich auch schon in unserem Event-Kalender eingetragen: https://beuel.net/events/#15.10.2026%2017:00

    Quellen

    • Bundesstadt Bonn, Pressemitteilung vom 23. September 2026: „Neues Dialogformat: ‚Bezirksvertretung hört zu‘ in Beuel“.
  • Niedrigwasser: Bonner Rheinpegel sinkt weiter – Rohwert (59 cm) unter dem bisherigen Minimum

    Niedrigwasser: Bonner Rheinpegel sinkt weiter – Rohwert (59 cm) unter dem bisherigen Minimum

    Update 27.09.2026 12:00: Laut der Vorhersage der Bundesanstalt für Gewässerkunde vom 27.09.2026 07:00 Uhr wird der Bonner Rheinpegel noch weiter sinken. Aktuell belaufen sich die Rohwerte auf 59 cm.

    Die anhaltende Trockenheit führt zu neuerlichen extrem niedrigen Einzelwerten. Am Freitag 25.09.2026 erreichten die Einzelwerte 62 cm. Bereits im August hatte die WSV für den Bonner Pegel diesen Wert von 17.08.26 09:15 bis 18.08.26 09:00 gemeldet.

    Die abschließende Beurteilung und Bestätigung der aktuellen Rohwerte durch die WSV steht noch aus. Das Ausmaß des Pegels an den Ufern deutlich zu sehen. Die Anleger für die Ruderboote am Blauen Affen liegen schon lange auf Grund.

    Einen Eindruck als Video vom 19. September 2026 kann hier betrachtet werden: https://www.instagram.com/beuel_net/reel/Ddcc92ItNLf/

  • Still Funky zum Saisonabschluss der Musik auf der Rathaustreppe

    Still Funky zum Saisonabschluss der Musik auf der Rathaustreppe

    Beuel. Noch einmal Musik, noch einmal Stimmung auf dem Möhneplatz: Bei bestem Wetter ist am Donnerstag, 17. September, die diesjährige Konzertreihe „Musik auf der Rathaustreppe“ zu Ende gegangen. Zum Abschluss spielte die Band Still Funky – und der Platz vor dem Beueler Rathaus war mit rund 250 Personen wieder sehr gut besucht.

    Das Eiscafé Teatro war voll besetzt, ebenso die Bierbänke und -tische vor der Bühne. Wer dort keinen Platz mehr fand, blieb einfach dahinter stehen. Einige Besucher hatten ihre eigenen Stühle mitgebracht, andere machten es sich auf der Rathaustreppe bequem. Eine entspannte Mischung, die gut zu diesen kostenlosen Open-Air-Konzerten passt.

    Seit dem 21. Mai hatte die Gewerbe-Gemeinschaft Beuel jeweils donnerstags zu den Konzerten eingeladen. Nur am Feiertag Fronleichnam, dem 4. Juni, gab es keinen Termin. Damit war Still Funky der 17. und letzte Auftritt der diesjährigen Reihe.

    Für die musikalische Gestaltung zeichnete Wolfgang Zimmer verantwortlich. Dass die Reihe nicht nur auf einen Musikstil setzt, zeigte auch das diesjährige Programm: Von Funk und Soul über Rock, Irish Folk und Blues bis zu Steely-Dan-Interpretationen und Shanties reichte das Spektrum. Organisiert wird die Reihe von der Gewerbe-Gemeinschaft Beuel. Vorsitzender ist Dieter Schaper, sein Stellvertreter Jürgen Harder.

    Auch das Brückenforum und das Fritz B. waren mit Getränke- beziehungsweise Weinangeboten vor Ort. Die daraus erzielten Einnahmen tragen zur Finanzierung der Konzertreihe bei. Dass ein solches Angebot Jahr für Jahr kostenlos besucht werden kann, ist dem Engagement der Organisatoren und Unterstützer zu verdanken.

    Der Termin um 18 Uhr passt dabei gut zum Standort: Wenn der Regelbetrieb im Rathaus endet, beginnt auf dem Platz das abendliche Beueler Miteinander.

    Und genau das ist es, was einen lebendigen Stadtteil ausmacht: Veranstaltungen für ein breites Publikum, mitten im Ort und ohne Hürde für die Teilnahme. Man muss nichts reservieren, keinen Eintritt bezahlen und kann spontan dazukommen. Ob auf einer Bierbank, mit dem eigenen Stuhl, auf der Rathaustreppe oder einfach im Stehen – jeder findet seinen Platz.

    Für das kommende Jahr ist eine Fortsetzung der Konzertreihe geplant. Nach 17 Konzerten dürfte jedenfalls deutlich geworden sein, dass die Rathaustreppe als Bühne und der Möhneplatz als Treffpunkt bestens funktionieren. Die konkreten organisatorischen Abstimmungen mit der Stadt stehen noch aus. Zu wünschen ist, dass das große Engagement für diese beliebte und niedrigschwellige Veranstaltungsreihe auch künftig die Unterstützung erhält, die es verdient.

    Die nächste Veranstaltung auf dem Möhneplatz ist am Sonntag, dem 27. September 2026 der Trödel- & Flohmarkt. Weitere Informationen unter: https://beuelhats.de

    Quellen

    • unser Reporter vor Ort
    • Gespräch mit Dieter Schaper
  • Weiberfastnachtszug 2027: Anmeldung ab sofort möglich

    Weiberfastnachtszug 2027: Anmeldung ab sofort möglich

    Beuel – Die Vorbereitungen für die kommende Beueler Weiberfastnacht laufen bereits. Die Session 2026/2027 fällt sehr kurz aus. Die Bezirksverwaltungsstelle Beuel beginnt entsprechend frühzeitig mit der Organisation des Weiberfastnachtszuges am Donnerstag, 4. Februar 2027.

    Zur Teilnahme aufgerufen sind Beueler Schulen und Kindergärten, Karnevalsvereine und Damenkomitees, Brauchtums- und Bürgervereine, Musikvereine sowie alle interessierten Gruppen. Damit bietet sich auch außerhalb der klassischen Karnevalsvereine die Möglichkeit, den Zug aktiv mitzugestalten.

    Die erforderlichen Anmeldeunterlagen stehen ab sofort online bei der Bundesstadt Bonn zur Verfügung und können am PC ausgefüllt werden.

    Wichtig für alle, die dabei sein möchten: Die Anmeldung muss bis spätestens 30. November 2026 erfolgen.

    Anmeldeunterlagen zum Beueler Weiberfastnachtsumzug – Bundesstadt Bonn

    Quellen

    • Bezirksverwaltungsstelle Beuel / Bundesstadt Bonn: Pressemitteilung „Weiberfastnachtszug 2027: Anmeldung ab sofort möglich“, 15. September 2026.

  • Mehr Platz: Stadt optimiert Radverkehr in Beuel

    Mehr Platz: Stadt optimiert Radverkehr in Beuel

    Beuel – Die Sperrung der Nordbrücke stellt den Verkehr in Bonn und auch auf der Beueler Rheinseite weiterhin vor Herausforderungen. Die Stadt Bonn hat deshalb bereits verschiedene Maßnahmen für Auto-, Bus- und Radverkehr auf den Weg gebracht. Nun folgen weitere Anpassungen für Radfahrerinnen und Radfahrer in Beuel.

    Die Stadtverwaltung teilte am 14. September mit, dass unter anderem der Bröltalbahnweg, die Professor-Neu-Allee und der Übergang von der Kennedybrücke zur Hermannstraße angepasst werden.

    Bröltalbahnweg: Radverkehr bekommt Vorfahrt

    Eine der Maßnahmen ist bereits umgesetzt: Die Beschilderungs- und Markierungsarbeiten auf dem Bröltalbahnweg sind abgeschlossen. Der Radverkehr hat dort künftig auf der gesamten Strecke Vorfahrt gegenüber den kreuzenden Verkehren.

    Das ist insbesondere für die Verbindung zwischen dem Beueler Zentrum und dem Rhein von Bedeutung. Nach Abschluss der noch laufenden S13-Bauarbeiten der Deutschen Bahn im Bereich Platanenweg und Siebenmorgenweg soll ab Mitte Oktober wieder eine durchgehende Verbindung zwischen der Siegburger Straße und dem Rhein zur Verfügung stehen.

    Durch die Einrichtung einer eigenen Spur für die Linie 66 (die zu dieser Zeit noch planmäßig fuhr) auf der B56 an der Engstelle des Combahnfriedhofes wurde der Radverkehr umgeleitet.

    Roter Schutzstreifen auf der Professor-Neu-Allee

    Eine weitere Änderung kommt auf der Professor-Neu-Allee. Der Radschutzstreifen in Fahrtrichtung Kennedybrücke soll kurzfristig rot eingefärbt werden.

    Damit verfolgt die Stadt zwei Ziele: Zum einen soll die besondere Bedeutung der Radverkehrsfläche für die Verkehrsteilnehmer deutlicher erkennbar werden. Zum anderen soll verhindert werden, dass Kraftfahrzeuge den Schutzstreifen befahren. Die Professor-Neu-Allee stellt dabei eine wichtige Verbindung zwischen dem Combahnviertel und der Kennedybrücke dar.

    Mehr Platz für Radfahrer und Fußgänger an der Kennedybrücke

    Auch an der Kennedybrücke wird nachgebessert. Hintergrund ist die deutliche Zunahme des Radverkehrs auf der Brücke.

    Die Stadt hatte deshalb bereits Ende Juni die Nutzung der beiden Radwege neu geregelt: Die beiden Wege dürfen seitdem jeweils nur noch in eine Fahrtrichtung genutzt werden. Damit sollte insbesondere der Gegenverkehr auf den schmalen Radverkehrsflächen reduziert werden.

    Dass die Maßnahme Wirkung zeigt, lässt sich zumindest anhand von veröffentlichten Zählungen nachvollziehen: wie berichtet ist der Gegenverkehr bereits in den ersten Tagen von zuvor 20 Prozent auf vier Prozent zurückgegangen. Nun soll die nächste bauliche Anpassung folgen:

    Verkehrsinsel an der Hermannstraße wird umgebaut

    In Kürze wird die Verkehrsinsel auf Höhe der Hermannstraße umgestaltet. Ziel ist es, dort mehr Platz für Radfahrer und Fußgänger zu schaffen, die von der Kennedybrücke kommend in Richtung Professor-Neu-Allee oder aus Beuel-Süd Richtung Kennedybrücke unterwegs sind.

    Aufgrund der beengten Platzverhältnisse wird der gemeinsame Rad- und Fußweg dabei leicht in die Hermannstraße hinein verschoben. Die Stadt kündigt an, die Arbeiten wegen des hohen Verkehrsaufkommens überwiegend nachts durchzuführen.

    Schritt für Schritt zu besseren Radverbindungen

    Die jetzt angekündigten Maßnahmen sind damit weniger ein einzelnes Großprojekt als eine Reihe konkreter Anpassungen. Sie reichen von neuer Beschilderung über farbliche Markierungen bis hin zu baulichen Veränderungen an einem viel genutzten Übergang.

    Gerade die Sperrung der Nordbrücke hat gezeigt, wie wichtig leistungsfähige und sichere Alternativen auf der Beueler Rheinseite sind. Die Stadt reagiert nun unter anderem mit Verbesserungen an den bestehenden Radverbindungen. Für den Alltag vieler Menschen können dabei gerade solche vergleichsweise kleinen Maßnahmen einen spürbaren Unterschied machen.

    Meinung. Die Sperrung der Nordbrücke belastet die Bürgerschaft deutlich, und das egal mit welchem Verkehrsmittel sie unterwegs ist. Eine optimale Lösung wird sich kaum erreichen lassen. Für die Priorisierung an der einen Stelle, müssen Umwege an der anderen Stelle als Kompromiss in Kauf genommen werden. Dass kontinuierlich nachgesteuert wird erscheint als valides Mittel, das versucht auf die Erkenntnisse einzugehen und nachzubessern.

    Derweil sieht es auf der Linie 66 weiterhin überschaubar aus. Zwar seien zwei weitere Bahnen nun wieder im Betrieb, teilten die SWB heute mit. Insgesamt stehen die SWB jedoch damit bei einer kargen Zahl von 4 Bahnen, die nun wieder genutzt werden dürfen.
    Auch nach rund 8 Wochen verbleiben so die anderen 56 stillgelegten Bahnen weiterhin im Depot und zwingen die ÖPNV-Nutzer auf den Ersatzverkehr auszuweichen, der sich in 4 Sektionen teilt, mit BE66, BE67 und BE68.

    Stand Abend des 14. September 2026: 4 von 60 stillgelegten Stadtbahnen haben die Prüfung bestanden.

    Quellen

    • Stadt Bonn, Pressemeldung vom 14. September 2026: „Nordbrücke: Verbesserungen für den Radverkehr in Beuel“ – Primärquelle für die am 14. September angekündigten Maßnahmen.