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  • Nächste Baustelle folgt quasi nahtlos: Stadt saniert Rheinaustraße ab 10. August

    Nächste Baustelle folgt quasi nahtlos: Stadt saniert Rheinaustraße ab 10. August

    Autofahrerinnen und Autofahrer im Beueler Zentrum müssen sich auf die nächste Baustelle einstellen: Das Tiefbauamt der Stadt Bonn lässt ab Montag, 10. August 2026, den Fahrbahnbelag der Rheinaustraße zwischen der Friedrich-Breuer-Straße und der Combahnstraße erneuern. Die Arbeiten sollen rund drei Wochen dauern.

    Damit wird es für Anwohner, Gewerbetreibende und Pendler keine Pause zwischen den Bauarbeiten der Stadtwerke Bonn (SWB) und der nächsten Maßnahme geben. Die SWB-Baustelle, die ursprünglich bereits im April 2026 abgeschlossen sein sollte, dauert bis heute an. Quasi direkt im Anschluss beginnt nun die Sanierung durch das Tiefbauamt.

    Bauablauf an die Verkehrslage angepasst

    Nach Angaben der Stadt wurden die Planungen wegen der Sperrung der Nordbrücke und der dadurch deutlich höheren Verkehrsbelastung nochmals überprüft. Ziel war es, die Auswirkungen möglichst gering zu halten.

    Während der vorbereitenden Arbeiten soll die wichtige Verkehrsbeziehung in Fahrtrichtung Norden unterhalb der Kennedybrücke erhalten bleiben. Lediglich für den abschließenden Einbau der neuen Asphaltdecke muss der betroffene Abschnitt vom 27. bis einschließlich 29. August 2026 vollständig gesperrt werden.

    Was wird gemacht?

    Die Arbeiten umfassen:

    • die Ausrichtung und Erneuerung von Entwässerungsrinnen, Rinnenabläufen und Bordsteinen,
    • die Anpassung von Verschlusskappen, Hydranten und Kanalschächten,
    • das Abfräsen der bestehenden Asphaltdecke,
    • den Einbau einer neuen Asphaltbinder- und Deckschicht.

    Mit der Sanierung soll insbesondere der ordnungsgemäße Wasserabfluss wiederhergestellt und die Fahrbahn dauerhaft instand gesetzt werden.

    Die Stadt Bonn beziffert die Kosten der Maßnahme auf rund 200.000 Euro.

    Meinung. Der Teer der letzten Baustelle ist noch nicht überall aufgebracht, da steht schon die nächste Baustelle an, die diesen wieder abfräsen wird – okay die SWB haben nur Teile der Fahrbahn neugeteert. Gut ist, dass die Baustelle in den Sommerferien stattfindet, wo der Verkehr deutlich reduziert ist. Die Ausbesserung des Flickenteppichs der Fahrbahn ist dringend notwendig. Bleibt zu hoffen, dass im Anschluss nicht direkt wieder der Glasfaserausbau oder sonstige Tiefbauarbeiten die neue Oberfläche zerstückeln. We will see!

  • „Loss mer fiere“ – Wanderausstellung am Rhein eröffnet

    „Loss mer fiere“ – Wanderausstellung am Rhein eröffnet

    Am heutigen Mittwoch 15. Juli 2026 wurde am Beueler Rheinufer die Wanderausstellung „Loss mer fiere“ eröffnet. Die Ausstellung wurde anlässlich des Jubiläumsjahres „200 Jahre Bonner Karneval“ ins Leben gerufen.

    Der Beueler Bezirksbürgermeister Marco Rudolph und die Projektleiterin Maria Weyer vom Kulturamt / Stadtmuseum Bonn wiesen in ihren Ansprachen auf die Bedeutung des Karnevals auch für Beuel hin. Schließlich ist Beuel die Wiege der Weiberfastnacht seit 1824. Die Wanderausstellung des Kulturamts wird vom Landschaftsverband Rheinland (LVR) gefördert und in Kooperation mit dem Festausschuss Bonner Karneval sowie dem LVR‑Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte realisiert.

    Die Ausstellung ist in einem transportablen See-Container untergebracht und stand bereits an verschiedenen Standorten, beispielsweise auch auf dem Bonner Marktplatz. Zu sehen gibt es Ausstellungsstücke aus der Vergangenheit aber auch aus dem Hier und Jetzt. Natürlich darf auch etwas von der Wäscherprinzessin nicht fehlen. Was es wohl sein könnte?

    Im Vorfeld der Eröffnung galt es für Maria Weyer besondere organisatorische Herausforderungen zu meistern: durch die Lage direkt am Rhein muss ein zeitnaher Abtransport des Containers im Hochwasserfall garantiert werden und ein entsprechendes Konzept erarbeitet werden. Und so zeigen sich damit zwei typische Beueler Elemente: der Rhein und der Karneval, die beide ihren festen Platz im Leben der Beueler haben auch bei der Umsetzung dieses Projekts.

    Öffnungszeiten
    – dienstags bis freitags von 13 bis 18 Uhr
    – samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr

    Der Eintritt ist frei.

    Zusätzlich gibt es auch ein Begleitprogramm. Im Juli sind das Führungen am 17.07. 17 Uhr und 25.07. 15 Uhr. Sowie ein Mitmach-Format am 23.07. ab 16 Uhr und dein Bastelnachmittag am 30.07. ab 14 Uhr.

    Weitere Informationen unter: bonn.de

  • Nicht mehr buchbar: Fahrradparkhäuser in Beuel und Bonn: V-Locker vor ungewisser Zukunft

    Nicht mehr buchbar: Fahrradparkhäuser in Beuel und Bonn: V-Locker vor ungewisser Zukunft

    Update 17.07.2026: Auf unsere Anfrage teilen die SWB mit: Sie haben die Fahrradparkhäuser für neue Buchungen gesperrt. Dieser Schritt dient dazu potenzielle Problematiken vorzubeugen, die aus der noch offenen Zukunft von V-Locker resultieren. Bereits abgestellte Räder können wie gewohnt über die App abgeholt werden. Wie genau im Falle der Insolvenz verfahren wird ist zur Stunde noch offen. Die SWB prüfen im Moment die Vorgehensweise.

    Die V-Locker AG steht vor einer ungewissen Zukunft. Wie das Unternehmen seine Kundinnen und Kunden am Mittwoch per E-Mail informierte, hat der Verwaltungsrat am 13. Juli 2026 beim zuständigen Gericht die Bilanz deponiert. Dies ist mit einer Überschuldungsanzeige vergleichbar. Über die Eröffnung eines Konkursverfahrens entscheidet nun das zuständige Gericht.

    Für Nutzerinnen und Nutzer der V-Locker-Schließfach- und Fahrradparkanlagen bedeutet das zunächst vor allem Unsicherheit. Nach Angaben des Unternehmens können technischer Support sowie Wartungs- und Reparaturarbeiten derzeit nur noch eingeschränkt oder gar nicht erbracht werden. Einzelne Anlagen könnten deshalb vorübergehend außer Betrieb sein.

    Auch Bonn ist betroffen: Die automatischen Fahrradparkhäuser an den Standorten Beueler Bahnhof, Konrad-Adenauer-Platz, Stiftsplatz und Frankenbad basieren auf der Technik von V-Locker. Betrieben werden sie allerdings von den Stadtwerken Bonn (SWB). Ob und in welchem Umfang sich die wirtschaftliche Lage des Schweizer Unternehmens auf den Betrieb in Bonn auswirkt, ist derzeit noch offen.

    V-Locker teilt mit, dass derzeit geprüft werde, wie die bestehenden Anlagen künftig weiterbetrieben und betreut werden können. Sobald konkrete Informationen vorliegen, sollen diese über die V-Locker-App veröffentlicht werden.

    Unsere Redaktion hat die Stadtwerke Bonn (SWB) um eine Stellungnahme gebeten. Dabei geht es unter anderem um die Fragen, ob der Betrieb der Bonner Fahrradparkhäuser uneingeschränkt sichergestellt ist, wer künftig Wartung und Support übernimmt und welche Auswirkungen die Entwicklung für die Nutzerinnen und Nutzer haben könnte.

    Bis zu einer Antwort der SWB gilt: Die Anlagen sind nach aktuellem Stand weiterhin in Betrieb. Hinweise auf eine Schließung der Bonner Fahrradparkhäuser liegen derzeit nicht vor.

    Update 17.07.2026: Auf unsere Anfrage teilen die SWB mit: Sie haben die Fahrradparkhäuser für neue Buchungen gesperrt. Dieser Schritt dient dazu potenzielle Problematiken vorzubeugen, die aus der noch offenen Zukunft von V-Locker resultieren. Bereits abgestellte Räder können wie gewohnt über die App abgeholt werden. Wie genau im Falle der Insolvenz verfahren wird ist zur Stunde noch offen. Die SWB prüfen im Moment die Vorgehensweise.

  • Vortrag: Historische Hochwasser im Köln-Bonner Raum bis 2026

    Vortrag: Historische Hochwasser im Köln-Bonner Raum bis 2026

    Vor 5 Jahren ereignete sich die verheerende Flutkatastrophe im Ahrtal und in vielen weiteren Teilen des Landes. Allein an der Ahr starben 135 Menschen. Ganze Orte wurden verwüstet. Die sonst so friedlich wirkenden Flüsse brachten in kurzer Zeit Not und Zerstörung. Wie außergewöhnlich war das Ereignis und was können wir für die Zukunft lernen? Den heutigen Tag nehmen wir zum Anlass, um den Opfern zu gedenken und um einen Rückblick auf einen Vortrag zu diesen Themen zu geben.

    Am 18. Juni 2026 fand der Vortrag „Historische Hochwasser im Köln-Bonner Raum“ in den Räumen der Volkshochschule (VHS) in der Bonner Innenstadt statt. Als Referenten sprachen Prof. Dr. Jürgen Herget vom Geographischen Institut der Universität Bonn und Dipl.-Ing. Manfred Spata. Das Credo: aus der Vergangenheit für heute und morgen lernen. Durch das Programm führte der stellvertretende Beueler Bezirksbürgermeister Guido Pfeiffer.

    Der Vortrag gliederte sich in drei Themenschwerpunkte, vom heute bis in die römische Vergangenheit:
    – Ahr-Hochwasser 2021 im historischen Kontext – Jürgen Herget
    – Eis-Hochwasser (des Rheins) 1784 – Manfred Spata
    – Hochwassergeschichte bis zur Römerzeit – Jürgen Herget

    Der gesamte Vortrag war hoch spannend und informativ gestaltet. Es würde den Rahmen sprengen alle Erkenntnisse zu erwähnen. Daher beschränken wir uns auf einzelne Punkte, die wir aus Sicht von Beuel.net und für das generelle Verständnis von Hochwasser besonders wichtig erachten.

    Kennzahl Abfluss

    Für eine wissenschaftliche Betrachtung der Hochwasser ist immer auch eine Abschätzung der Wassermengen pro Zeit relevant, die als Abfluss bezeichnet. Der Pegelstand, der für den Normalbürger durchaus besonders wichtig erscheint, steht in Abhängigkeit mit dem Abfluss und dem Querschnitts des Flussbettes sowie den Hindernissen in diesem.

    => Abfluss beschreibt Wassermenge pro Zeit, z.B. Liter pro Sekunde

    Hochwasser im Ahrtal 2021 versus 1804

    Überraschend in diesem Zusammenhang erscheint, dass es im Ahrtal bereits im Jahre 1804 ein ähnliches Hochwasserereignis gegeben hatte – sofern man sich auf die Wassermengen bezieht. Der Pegel blieb jedoch deutlich unter dem von 2021. Das überrascht zunächst, doch Prof. Herget konnte es anhand von Querschnitts-Zeichnungen exemplarisch für den Ort Dernau verständlich erklären: das Tal blieb von den seitlich angrenzenden Bergen unverändert, jedoch wurde das Gebiet in den letzten 200 Jahren dicht besiedelt.

    Jedes Haus stellt für das Wasser ein Hindernis dar, durch Prallwasser aber auch durch sein reines Volumen. Ein weiterer wichtiger Faktor ist, dass sich an mehr Hindernissen auch mehr Treibgut verfangen kann, so dass es zu Aufstauungen kommt. Das alles führte dazu, dass der Pegel 2021 sehr viel höher war als noch 1804.

    => Änderung des Querschnitts durch Bebauung

    Womit rechnet man?

    Ob man mit einem solchen Ereignis im Ahrtal gerechnet hatte? Die Pegelmesseinrichtungen lassen einen anderen Schluss zu. Der Pegel der Ahr war so hoch, dass er selbst Pegelhäuser überstieg und zerstörte. In der Folge fehlte es an Daten, aus denen man die Abflusswerte hätte berechnen können. Prof. Herget war zu diesem Zwecke als Team im Ahrtal um anhand von Treibgutablagerungen, Beschädigungen an Bäumen und Häusern, Höhen zu bestimmen, aus denen dann eine Abschätzung möglich wurde.

    => Pegelindikatoren finden sich auch abseits der klassischen technischen Messeinrichtungen

    Hochwasserschutz und Politik

    Ist es die Forschung, die sich mit dem Hergang und den Folgen von Wetterereignissen und in der Folge Hochwassern beschäftigt, so ist deren Bewertung und Berücksichtigung auch immer eine politische Entscheidung. Unterschiedliche Interessen stehen dabei mitunter in Konkurrenz zueinander – wie etwa der Wunsch nach fluss- oder stadtnahem Wohnraum versus der Gefahr von Überschwemmungen versus Kosten. Es bleibt wie immer im Leben eine individuelle Risikoabschätzung.

    Mögen die Hochwasserkatastrophen ein Weckruf gewesen sein und die Menschen nicht vergessen lassen, welche Gefahren auch aus scheinbar friedlichen Flüssen erwachen können. Da auch am Rhein ein Pegel von über 9,50 Meter wieder auftreten wird (Höchstwerte waren 10,13 in den 90er Jahren und ca. 14,23 m 1784) könnte man so zu dem Schluss kommen, dass in Beuel kaum ein Haus hätte gebaut werden dürfen. Zumindest beschloss man in den Erdgeschossen keine Wohnräume mehr zu genehmigen sondern nur noch Abstellräume und Garagen etc.

    => Hochwasserschutz ist immer eine Risikoabschätzung und auch eine politische Frage

    Bewusstsein schaffen und bewahren

    In diesem Sinne ist das Engagement des Geschichtsvereins zu begrüßen an vielen Stellen in Beuel Hochwassermarken anzubringen, um genau daran zu erinnern: Hochwasser ist und bleibt eine Gefahr, trotz aller Bemühungen und mitunter trügerischer Sicherheit. Je seltener die Ereignisse auftreten um so schneller wähnt man sich in Sicherheit (Stichwort: „Hochwasser-Demenz“).

    Wer wohnt heute in Beuel, der selbst noch eines der Hochwasser der 90er-Jahre erlebt hat? Diese liegen nun auch bereits schon 30 Jahre in der Vergangenheit. Wer sie nicht kennt, denkt vielleicht die Hochwassermauer ist fertig gestellt, da könne ja nichts passieren. Ob sich jeder damit beschäftigt hat, dass sie ab 9,50 m überspült werden und dann die Rheinaustraße schlagartig unter Wasser steht? Darauf immer wieder hinzuweisen, dem gehen auch wir nach. Nicht um Angst zu machen, sondern um

    => ein Bewusstsein zu schaffen, dass schnelles Handeln in Zukunft auch in Beuel erforderlich sein wird.

    Der Rhein hat kein Gedächtnis

    Schaut man sich Begriffe wie Jahrhunderthochwasser etc. an, steht oft dabei „ein Ereignis wie es statistisch in 100 Jahren einmal auftritt“. Der Trugschluss: das passiere also nur alle 100 Jahre. Doch der Rhein hat kein Gedächtnis. Es gibt keine Garantie, dass nicht zwei oder mehr Hochwasser direkt aufeinander folgen. Plakatives Beispiel sind am Rhein 1993 und 1995. Innerhalb von nur 2 Jahren ereigneten sich 2 „Jahrhunderthochwasser“. Diese Bezeichnungen dienen mehr der Einordnung und können helfen Hochwasserstände an unterschiedlichen Orten einfacher vergleichen zu können. Sie sind kein Garant für die Zukunft.

    => Jahrhunderthochwasser heißt nicht: nur alle 100 Jahre

    Eishochwasser 1784

    Dem Eishochwasser 1784 ging ein Vulkanausbruch im Jahre 1783 voraus. Dessen Aschewolke verdunkelte Europa erheblich, was zu einem besonders strengen Winter führte. Der Rhein fror zu, so dass man ihn zu Fuß überqueren konnte. Selbst Volksfeste wurden darauf veranstaltet. Als dann im Frühjahr 1784 Tauwetter einsetzte und aus den südlichen Zuflussgebieten des Rheins immer mehr Wasser Richtung Nordsee strömte, konnte das Eis zunächst nicht so schnell schmelzen. Die Folge: das Wasser floss über den gefrorenen Rhein. Als sich mit der Zeit die Eisschicht schmolz, teilte sie sich in Eisschollen. Diese konnten jedoch nicht ungehindert abfließen, so dass sie sich verkeilten und das heran eilende Wasser zusätzlich stauten. So kam es zu den extremen Pegelwerten um 14,23 m.

    => Verkettung von außergewöhnlichen Naturereignissen

    Hochwasserberechnung ohne Pegelmessgeräte

    Im dritten Teil des Vortrages wurden Verfahren vorgestellt, wie man anhand schriftlicher Überlieferungen Pegelstände und Abflüsse rekonstruieren kann. Dies gleicht einer detektivischen Arbeit. Vereinzelt finden sich Angaben bis wohin das Wasser stand, woraus sich, sofern die Gebäude noch stehen oder bekannt sind, Näherungen ermitteln lassen.

    In einem Beispiel eines Textes von Tacitus wird deutlich, dass Wissen aus der Zeit elementar ist, um Größenordnungen abzuschätzen. Ist überliefert, dass Schiffe nicht mehr fahren können, kann aus deren bekannten Abmessungen der Tiefgang ermittelt werden und so eine Aussage über den Wasserstand getroffen werden. Kämpften die Soldaten im Wasser, so ist gleichfalls die Pegelhöhe limitiert. Aus einer Vielzahl an Informationen können so Pegel und Querschnitt bestimmt werden, womit eine Näherung für den Abfluss zum damaligen Zeitpunkt bestimmt werden kann.

    Systematische Pegeldaten bilden nur einen Teil ab

    Meinung. Der Fortschritt in der systematischen Erfassung von Pegelständen und Abflüssen führt dazu, dass heute eine beachtliche Menge an Daten zur Verfügung steht. So werden die Pegelstände am Rhein heutzutage in der Regel in 15-Minuten-Intervallen erfasst. Jedoch gibt es ein Manko: der Mensch tendiert dazu die Gesamtheit der Daten als Grundlage für Modelle und Berechnungen sowie Risikoabschätzungen zu nutzen. Schnell lässt man außer Acht oder kommuniziert nicht vollständig, dass es auch in der Zeit vor der systematischen Erfassung Hochwasser gab – nur sind diese nicht so genau beschrieben oder in kurzen Intervallen erhoben, so dass man die üblichen Kennlinien erstellen könnte.

    In heutigen Pegelkennlinien des Rheins (beispielsweise auf hochwasser.rlp.de) findet man das Hochwasser von 1784 nicht. Bei den Pegelkennlinien der Ahr wird das Hochwasser von 1804 nicht genannt. Das mag sich technisch begründen lassen, weil nur aus den systematischen Daten die Maxima besonders erwähnt werden und dies einfach umsetzbar ist. Für ein vollständiges Bild sind diese historischen Informationen jedoch essenziell. Dass sich Naturereignisse in ähnlicher Weise mit vergleichbaren Wassermengen wiederholen können hat sich im Ahrtal leider erschreckend deutlich gezeigt. Erlaubt man die Besiedelung der Gebiete obliegt der Gesellschaft eine besondere Aufgabe für die Sicherheit der Menschen zu sorgen und wiederkehrend (sich) über die Gefahren zu informieren, um dem Vergessen entgegen zu wirken.

    Danksagung

    An dieser Stelle möchte sich Beuel.net ausdrücklich bei den Vortragenden. Prof. Herget ist äußerst engagiert auch auf technische Rückfragen etwa zur Gerinnehydraulik eingegangen. Die Ergebnisse der Berechnungen werden wir beizeiten hier auf Beuel.net veröffentlichen. Herrn Spatas Engagement zur Aufrechterhaltung der Erinnerung an das Eishochwasser in Beuel begrüßen wir. Noch in diesem Sommer ist das Anbringen einer weiteren Hochwassermarke geplant.

    Quellen: Inhalte des Vortrags wie oben erwähnt, Gespräche mit Referenten im Anschluss an die Veranstaltung

  • Impuls: Jahreszeitenlösung für Friedrich-Breuer-Straße

    Impuls: Jahreszeitenlösung für Friedrich-Breuer-Straße

    Beuel.net-Impuls. Wie wäre eine Jahreszeiten basierte Lösung für die Friedrich-Breuer-Straße (FBS) in Bonn Beuel? Statt dass im Winter Flächen für Außengastronomie freigehalten werden jedoch kaum genutzt werden, könnten diese doch besser genutzt werden als einfach nur leer zu stehen. Statt schwarz/weiß lieber mehrere Interessen berücksichtigen. Unser Vorschlag:

    Im Sommer „Dolce Vita“ und im Winter praktisch gedacht.

    Von April bis Oktober lädt die FBS zum Flanieren ein. Im Winter wird die Erreichbarkeit durch den MIV erhöht. Das Wetter in Beuel ist zwar „immer“ sonnig, jedoch zu heterogen für eine Lösung, die für das ganze Jahr passt.

    Friedrich-Breuer-Straße im herbstlichen Regen: die Nutzbarkeit der Außenflächen kann in dieser Zeit hinterfragt werden.

    Beuel.net-Impuls. Die Ampel an der Ecke Friedrich-Breuer-Straße / Limpericher Straße erscheint wenig sinnvoll solange die FBS verkehrsberuhigt ist. Für die paar Fahrzeuge steht man sinnlos lange bei rot. Lösung: ein Zebrastreifen. Das würde auch die Anbindung der Achse Beuel-Zentrum zum Rhein über die Friedrich-Breuer-Straße für den Radverkehr vereinfachen. Aktuell muss man die Ampel schiebend überqueren. Hier besteht durchaus Bedarf nach einer alltagstauglichen Lösung, die die Zusammengehörigkeit des gesamten Einkaufsbereichs von Hermannstraße und Friedrich-Breuer-Straße unterstreicht.

    Wer mit dem Rad vom Rathaus zur Hermannstraße / Brückenforum / Rhein möchte muss zwei Straßen schiebend überqueren (rot), wenn man es mit den Verkehrsregeln genau nimmt, oder die B56 zweifach überqueren (schwarz).
  • Kennedybrücke: neue Spitzenwerte beim Radverkehr für 2026

    Kennedybrücke: neue Spitzenwerte beim Radverkehr für 2026

    Der Gegenverkehr auf den Radwegen der Kennedybrücke hat seit Einführung der neuen Verkehrsregeln deutlich abgenommen. Lag der Anteil der „Falschfahrer“ vor der Beschilderung noch bei 20% sank dieser Wert am gestrigen Dienstag 08. Juli 2026 erstmalig auf 4%.

    776 der 19.237 Zählungen wiesen eine Fahrtrichtung entgegen der beschilderten Fahrtrichtung auf. Ob es einen zeitlichen Schwerpunkt gibt können wir nicht beurteilen, da die Stundendaten auf Open Data der Stadt Bonn erneut unvollständig sind.

    Mit 19.237 ist das der bisher höchste Wert des Jahres 2026.

    Kennedybrücke Bonn: Gesamtzahl Zählungen Radverkehr, nebst Zählung von Fahrten entgegen der Fahrtrichtung und dem prozentualen Anteil am Gesamtverkehr. Datengrundlage: Stadt Bonn / eco-counter.com, Richtungsaggregation: Beuel.net

  • Radverkehr auf der Kennedybrücke  doch nicht so stark gestiegen wie zunächst angegeben

    Radverkehr auf der Kennedybrücke doch nicht so stark gestiegen wie zunächst angegeben

    Ein kleiner Exkurs: In den letzten Tagen geisterten unterschiedliche Aussagen durchs Netz zur Zahl der Radfahrer auf der Kennedybrücke seit die Nordbrücke gesperrt worden ist. Ohne Frage ist, dass es mehr Zählungen gab als vor der Sperrung. Ein neuer Artikel im GA hat uns stutzig werden lassen, da wir uns selbst mit den Daten schon beschäftigt haben. Wir gehen der Frage nach: wie viele mehr sind es denn nun wirklich?

    These 1: In einem GA Artikel wird ein Pressesprecher der Stadt Bonn damit zitiert, dass sich der Radverkehr seit der Sperrung „mehr als verdoppelt“ habe. Von 8.000 pro Tag auf 19.000 pro Tag [ga.de].
    => Zuwachs von 138 %
    Analyse: Wie die 8.000 berechnet wurden ist unklar. Das Bezugszeitfenster wird nicht genannt. Auch die täglich 19.000 sind zu hinterfragen. Bis zu dieser Meldung gab es nur zwei einzige Tage mit mehr als 19.000 Zählungen, und das nur knapp. Wir haben daher eine Rückfrage gestellt.
    Update 04.07.2026: Die genannte Zahlen entsprechen nicht den tatsächlichen Zählungen. Dies wurde uns bestätigt. Die korrigierten Zahlen sind der Pressemitteilung in These 2 zu entnehmen.

    These 2: Dahingegen steht in der Pressemitteilung der Stadt Bonn auch vom 02.07.2026: „Auf der Kennedybrücke ist die Zahl der Radfahrenden wochentags von knapp 9.000 im Mai auf fast 15.000 im Juni gestiegen.“
    [Korrektur durch Redaktion am 20.07.2026: in einer früheren Version fehlte der Hinweis auf „wochentags“. Dies haben wir nun ergänzt und auch in der Analyse korrigiert.]
    => Zuwachs von 67 %.
    Analyse: Mathematisch korrekt. Dies stimmt mit den Daten überein, wenn man direkt die Wochentage also Montag bis Freitag betrachtet ohne Korrektur von Abweichungen durch Feiertage (siehe Tabelle). [bonn.de]

    Ob der Effekt allein auf die Sperrung der Brücke zurückgeht ist unwahrscheinlich, da der Mai durch Feier- und Brückentage signifikant nach unten abweicht. Um eine belastbare Aussage zu treffen müsste man diese Tage herausrechnen, sofern man an einer repräsentativen Erhebung der Wochentage interessiert ist. Die einschlägige Fachliteratur wie Empfehlungen für Verkehrserhebungen führt dies im Detail aus.

    These 3: In einem Post des Radentscheids wird der höchste zu diesem Zeitpunkt jemals gemessene Wert auf der Nordseite der Kennedybrücke von 8.656 erwähnt. „Das sind 160 % mehr als der bisherige Jahresdurchschnitt von 3.327 Radfahrenden pro Tag.“
    Analyse: Mathematisch korrekt. Hierbei muss man bedenken, dass der Einzeltag mit allen Tagen zuvor, also auch Winter, Frühjahrs und Feiertage, in Bezug gesetzt wird. Der Effekt der Nordbrückensperrung kann so nicht bewertet werden. Einfaches Beispiel: der höchste Wert bis zur Sperrung der Nordbrücke (abgesehen von einem Warnstreiktag im März) war der 28.04.2026 mit 7.887 Zählungen an selber Stelle. Schaut man sich nur die Maxima an so liegt der Zuwachs bei 10 %.

    These 4: der Radverkehr hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 50-57% gesteigert.
    Analyse: weiter unten.

    Als Freunde von Transparenz und Glauben an die mündige Bürgerschaft darf jeder selbst sein Urteil fällen. Die uns bekannten Daten sind die Folgenden:

    Berechnungstransparenz

    Rohdaten von eco-counter.com, Aufbereitung in Wochen Beuel.net. Genutzt werden die Werte „Kennedybrücke gesamt“, also sowohl Süd als auch Nordseite, unabhängig von der Fahrtrichtung. Die Erfassung bezieht sich pro Tag. In der Tabelle gezeigt werden die Durchschnittswerte der jeweiligen Kalenderwoche pro Tag. Die Berechnung des Durchschnitts erfolgt als arithmetisches Mittel, also Summe der Werte geteilt durch Anzahl der Werte. Die Werte sind nicht bereinigt hinsichtlich von Feiertagen. Daher steht in der letzten Spalte der Kommentar, ob es in der jeweiligen Woche einen Feiertag etc. gab. An Feiertagen ist deutlich weniger Verkehr.

    Diskussion

    Wie immer gilt, ausschlaggebend ist die Frage welche Daten man für den Vergleich heranzieht und wie man mit äußeren Einflüssen umgeht, die die Daten beeinträchtigen. Das können insbesondere Feiertage sein an denen weniger Verkehr herrscht. Auch saisonale Effekte sind zu berücksichtigen – natürlich abhängig davon worüber man eine Aussage treffen möchte. Aktuell beschäftigt die Menschen und Planer die Frage: wie stark hat der Radverkehr auf der Kennedybrücke nach der Sperrung zugenommen.

    Auffallend ist, dass in den drei Wochen nach den Osterferien bereits sehr gute Durchschnittswerte für Montag bis Freitag gab mit über ø 11.000 Zählungen pro Tag.

    Wie sah es im Vorjahr aus? Wir haben auch einen Blick in diese Daten geworfen. Dabei mussten wir leider feststellen, dass die Plausibilität im Zeitraum 12. Mai 2025 bis 13. Juni 2025 fragwürdig erscheint. Sind im Regelfall die Bilanzierungen (Anzahl Fahrten nach Bonn versus Anzahl Fahrten nach Beuel) pro Tag in etwa vergleichbar, gab es in diesem Zeitraum signifikante Abweichungen.
    -> Zeitweise sind mehrere Tage hintereinander im Jahr 2025 über 1000 Fahrten mehr nach Beuel als nach Bonn gezählt worden. Auch wenn wir Beuel sehr lieben und die Anziehungskraft nachvollziehen können, das ist zu viel =). Selbstredend haben wir nicht nur auf die absoluten Zahlen geschaut. Im Rest des Jahres 2025, wie auch im bisherigen Jahr 2026, liegt der „Überschuss“ im unteren einstelligen Prozentbereich mit wechselnden Richtungen.

    (Zum Spaß haben wir mal die Übergänge von Bonn nach Beuel in diesem fragwürdigen Zeitraum aufsummiert. Ergebnis: innerhalb eines Monats wären demnach 25.000 Räder von Bonn nach Beuel gefahren und nie wieder zurück. Durch Aufsummieren werden sonst Unschärfen, die durch Rückfahrten nach 23:59 entstehen, egalisiert. Natürlich gibt es auch Effekte durch Kreis- oder Streckenfahrten. Wenn jemand Zeit und Nerven hat: macht doch mal eine Übergangsmatrix für alle drei (jetzt zwei) Bonner Brücken. Das dürfte spannend werden und Antworten zu den Kreisfahrten geben.)

    Zurück zur Frage: wie sah es im Vorjahr aus? Hier die Tabelle

    Im Vergleich zum Vorjahr steigerte sich der Radverkehr auf der Kennedybrücke in der KW 25 (also ohne Hitzewelle):
    – Mo-Fr um 57%
    – Mo-Sa um 51%
    – Mo-So um 50%

    In der KW26 sieht man einen Rückgang, der sich mit der Hitzewelle erklären lassen könnte. Jedoch gilt wie immer: Koinzidenz ungleich Kausalität.

    Fazit

    Nein, der Radverkehr hat sich unter Betrachtung der Tageszahlen nicht mehr als verdoppelt. Dass diese Aussage revidiert werden musste wurde uns auf Rückfrage bestätigt. Der neue Wert von 67% erscheint weitaus realistischer – je nach dem was man auswählt.
    In Bezug auf die drei Wochen nach den Osterferien 2026 liegt der Zuwachs noch bei 42-47%.

    Im Vergleich zum Vorjahr steigerte sich der Radverkehr um 50-57%.

    Entscheidet selbst was euer Kriterium ist =). In jedem Fall ist noch Platz nach oben. Jeder, der auf Rad oder ÖPNV umsteigen kann, entlastet den stark angespannten Bonner Verkehr.

    Anmerkung und Perspektive

    Jede Messstelle ist nur ein Abbild der Realität. Abweichungen kommen systematisch immer vor. Sei es, dass jemand die Zählstelle umfährt oder aus technischen Gründen. Durch gleiche Rahmenbedingungen lassen sich durchaus Annahmen treffen. Wir mögen mathematische Ausflügen und Analysen. Dennoch sind auch wir nicht vor Fehler gefeit.

    Eine wichtige Grundfrage ist, ob man aus dem Gesamtzuwachs pro Tag Rückschlüsse auf den Verkehrsstrom über den ganzen Tag ableiten kann. Besonders interessant für die Sicherheit der Menschen erscheint in diesem Zusammenhang die Frage wie viele Räder sind „gleichzeitig“ also in einem kürzeren Zeitintervall über die Brücke unterwegs und führt das zu Konflikten? Vielleicht sind diese Zahlen sogar höher als das was derzeit herangezogen wird. Falls jemand Zeit und Lust hat: auf Open Data liegen die Daten mitunter im Stundenintervall vor: bitte gerne.

    Auch wäre spannend aus welchen Richtungen die Räder kommen und wohin sie nach der Brücke fahren, um die Verkehrsströme adäquat berücksichtigen zu können. Gleiches gilt natürlich auch für den Motorisierten-Individual-Verkehr (MIV), doch das ist ein ganz anderes Thema.

    Versionsgeschichte

    Korrektur durch Redaktion von Beuel.net am 20.07.2026: in einer früheren Version fehlte der Hinweis auf „wochentags“ in der These 2. Dies haben wir nun ergänzt und auch in der Analyse korrigiert. Danke für den Hinweis.

  • Oberleitung abgerissen – Zug evakuiert

    Oberleitung abgerissen – Zug evakuiert

    Quelle und Bild: Thomas Kraus / einsatzfahrtenundso.de

    Aufgrund einer Störung an einer Oberleitungsanlage musste ein Regionalzug am Vormittag auf Höhe der Gerhardstraße in Beuel evakuiert werden. Ursache war, dass in Königswinter ein Güterzug einer Oberleitung abgerissen hatte. HLF 2 und LE Beuel waren vor Ort. Der Einsatz ging von ca. 10:15 – 11:15.

  • Die ersten Tage ohne Gegenverkehr?

    Die ersten Tage ohne Gegenverkehr?

    Am Montag und Dienstag. fuhren 12% (1.970 pro Tag) der Räder auf der Kennedybrücke gegen die Fahrtrichtung. Vor der Änderung waren es rund 19%. Ein Aufsteller soll aufmerksam machen.

    Die neue Regel war am vergangenen Freitag, dem 26. Juni 2026 in Kraft getreten, um die Gefahren des Begegnungsverkehrs zu reduzieren. Nach der Sperrung der Nordbrücke wurden deutlich mehr (+40%) Fahrräder pro Tag gezählt.

  • Weltklasse in Beuel: Chorkonzert „Quell des Lebens“ begeistert in St. Josef

    Weltklasse in Beuel: Chorkonzert „Quell des Lebens“ begeistert in St. Josef

    Dass Beuel auch große Kultur kann, bewies am Samstagabend eindrucksvoll das Chorkonzert „Quell des Lebens“ in der Pfarrkirche St. Josef. Trotz hochsommerlicher Temperaturen war die Kirche sehr gut besucht. Die Hoffnung vieler Besucher, im Gotteshaus angenehme Kühle zu finden, erfüllte sich zwar nur bedingt – doch spätestens mit den ersten Klängen rückte die Hitze in den Hintergrund.

    Seit Donnerstag hatten der Kammerchor der Universität zu Köln und die Camerata Vocalis der Universität Tübingen gemeinsam für das Konzert geprobt. Das Ergebnis war ein musikalisches Erlebnis auf höchstem internationalen Niveau. Mit Werken von Alessandro Striggio, Henryk Mikołaj Górecki, Frank Martin und Thomas Tallis stellten die Ensembles eindrucksvoll unter Beweis, weshalb sie zu den renommierten Universitätskammerchören Deutschlands zählen.

    Dabei erwies sich St. Josef einmal mehr als hervorragender Konzertort. Die Raumdimensionen der Kirche und die Möglichkeiten ihrer bedeutenden Orgel schufen ideale Voraussetzungen für die bis zu 40-stimmigen Chorwerke. Besonders beeindruckend war die Präzision, mit der die Sängerinnen und Sänger selbst in allen Passagen agierten und die klangliche Vielfalt. Das Publikum dankte den beiden Chören sowie den Dirigenten Michael Ostrzyga und Philipp Amelung am Ende mit lang anhaltenden Standing Ovations – vollkommen verdient.

    Beide Ensembles bringen große internationale Erfahrung mit. Der Kammerchor der Universität zu Köln konzertiert regelmäßig mit anspruchsvollen Programmen und war bereits unter anderem in Prag, Boston und New York zu Gast. Die Camerata Vocalis der Universität Tübingen ist seit Jahrzehnten durch Konzertreisen innerhalb und außerhalb Europas sowie darüber hinaus als musikalischer Botschafter ihrer Universität bekannt. Unter Philipp Amelung führten Konzertreisen unter anderem nach Israel und Palästina, Brasilien und Schweden.

    Den Weg nach Beuel hatte Michael Ostrzyga durch einen Kontakt zum engagierten Kirchenmusiker von St. Josef Michael Bottenhorn gefunden, der auch vom Bach-Verein bekannt ist.

    Am morgigen Sonntag wird das Programm um 11:00 Uhr noch einmal in der Trinitatiskirche in Köln aufgeführt.

    Meinung: Solche Abende sind ein Gewinn für Beuel. Sie zeigen, dass Spitzenkultur nicht nur in den großen Konzertsälen zuhause ist. Wenn internationale musikalische Qualität auf ein aufgeschlossenes Publikum trifft, entsteht etwas Besonderes und zeigt, dass eine Brücke zwischen Mehrchörigkeit der Renaissance bis zur ausdrucksstarken Chormusik des 20. Jahrhunderts geschlagen werden kann.

    Die Konzerte sind Teil der Universitätskonzerte im Sommer 2026 – Collegium musicum der Uni Köln & Gäste. Weitere Informationen unter www.collmus.com

    Chorkonzert Quell des Lebens