Die Session 2026/2027 wirft ihre Schatten voraus: Das neue Festabzeichen der Beueler Weiberfastnacht ist da! Für 5 Euro können Beueler Jecken das Abzeichen erwerben und damit zugleich die Beueler Weiberfastnacht unterstützen.
Das Motiv ist in diesem Jahr ebenso modern wie passend: Zwei Hände formen gemeinsam ein Herz. In der Mitte des Herzens befindet sich das Beueler Wappen. Damit greift das Festabzeichen zugleich das Sessionsmotto 2026/2027 auf: „Tradition & Ehrenamt, jon en Beuel Hand en Hand“. Das Motto ist bereits auf der offiziellen Internetseite der Beueler Weiberfastnacht veröffentlicht.
Erhältlich ist das Festabzeichen an verschiedenen Verkaufsstellen in Beuel, unter anderem bei der Bäckerei Schlösser in der Hermannstraße 32 sowie im Rathaus Beuel.
Für 5 Euro gibt es damit nicht nur ein kleines Stück Beuel für Jacke, Bluse oder Kostüm, sondern zugleich die Möglichkeit, die Beueler Weiberfastnacht und das dahinterstehende ehrenamtliche Engagement zu unterstützen.
Wenn am Freitag, 11. September, Pützchens Markt beginnt, gehört der erste große Auftritt traditionell noch nicht den Fahrgeschäften. Um 13.30 Uhr setzt sich der Historische Festumzug über das Marktgelände in Bewegung. Etwa 70 Zuggruppen sind in diesem Jahr dabei – von Beueler Vereinen und Karnevalisten über Musikkapellen und Hilfsorganisationen bis zu historischen Fahrzeugen und Zugmaschinen von Schaustellern und Vertreter der Schaustellerverbände.
Der Freundeskreis Pützchens Markt spricht vom mittlerweile 14. Historischen Festumzug. Nach einer kirchlichen Segnung startet der Zug am Adelheidisplatz/Ecke Pützchens Chaussee und zieht anschließend über das Marktgelände. Gegen 14.50 Uhr soll der abschließende Festwagen mit den Ehrengästen an der Bayernfesthalle eintreffen. Um 15 Uhr folgt dort die offizielle Eröffnung von Pützchens Markt.
Organisiert wird der Festumzug vom Freundeskreis Pützchens Markt gemeinsam mit der Bezirksverwaltungsstelle Beuel. An neun Kommentatorenstellen entlang der Strecke erhalten die Besucher Informationen zu den vorbeiziehenden Gruppen.
Ein Blick auf die uns vorliegende Zugaufstellung zeigt, wie breit das Beueler Vereinsleben vertreten ist. Mit dabei sind unter anderem das Beueler Stadtsoldaten-Corps, das Alte Beueler Damenkomitee, der Schiffer-Verein Beuel, der TSV Bonn rrh., das Heimatmuseum Beuel, die KG Schwarz-Gelbe Jonge, das 1. Beueler Häärekomitee und die Sankt Sebastianus Schützenbruderschaft Pützchen mit ihren Schützenfrauen. Auch Mitglieder der Bezirksvertretung Beuel ziehen mit. Natürlich darf auch die an das Marktgelände angrenzende IGS nicht fehlen.
Aus den Beueler Ortsteilen kommen zahlreiche weitere Teilnehmer. Dazu gehören das Netzwerk Vilich, die Prinzengarde Vilich-Müldorf, der Bürgerverein Vilich-Müldorf mit seinem Kinderprinzenpaar, die KG Lustige Brüder, der Festausschuss Veedelszoch Holzlar, die Messdienergemeinschaft am Ennert, die Holtorfer Mädche on Jungen, der Bürgerverein und die Ortsvereine Geislar sowie der Junggesellenverein & Männerreih „Gemütlichkeit“ Vilich-Müldorf. Auch die noch junge KG Beueler Rhingfunken ist dabei.
LiKüRa und Weiberfastnacht ziehen mit
Einen großen Block bilden die Vereine um die Beueler Tollitäten. Der Festausschuss LiKüRa-Karneval nimmt gemeinsam mit der designierten LiKüRa-Prinzessin Laura I. teil. Mit dabei sind außerdem die LiKüRa-Ehrengarde, das designierte LiKüRa-Kinderprinzenpaar, die Ennertfunken sowie die Kühlekovvere Jonge und Mädche.
Auch die Beueler Weiberfastnacht ist stark vertreten. Neben der designierten WäscherprinzessinAnna I. und ihren beiden Wäscherinnen stehen wieder zahlreiche Damenkomitees in der Zugaufstellung: das Alte Beueler Damenkomitee, das Damenkomitee St. Josef, das Damenkomitee in der TSV Bonn rrh., Fun Beuel, die Vilicher Veilchen, St. Paulus, die Närrischen Schifferinnen, Grün-Weiß Ramersdorf und die Nixen vom Märchensee. Hinzu kommen die Fidelen Reisetanten und die Honigsmöhne Bonn.
Musik, Karneval und Hilfsorganisationen
Für die passende Musik unterwegs sorgen unter anderem der Musikzug Bergklänge Heisterbacherrott, das Tambourcorps „Siebengebirge“ Thomasberg, der Musikzug des Beueler Stadtsoldaten-Corps und das Tambourcorps „Germania“ Müllekoven.
Auch weitere Traditions- und Karnevalsvereine sind vertreten. Die EhrenGarde der Stadt Bonn bringt ihre historische Kanone mit, außerdem nehmen die Bonner Stadtsoldaten und Die Flüssigen am Festumzug teil.
Mit Polizei und Feuerwehr an der Spitze gehören auch Einsatz- und Hilfsorganisationen zum Zug. In der Aufstellung finden sich zudem die Johanniter-Unfall-Hilfe und das Deutsche Rote Kreuz. Ebenfalls dabei ist das Bonner Zentrum für Ambulante Rehabilitation.
Historische Fahrzeuge gehören dazu
Seinen besonderen Charakter erhält der Festumzug nicht zuletzt durch die zahlreichen historischen Fahrzeuge. Mehrere alte Zugmaschinen und Lastwagen der Schaustellerfamilie Markmann stehen in der Aufstellung. Hinzu kommen historische Zugmaschinen von Privatpersonen sowie weitere Oldtimer.
Die EhrenGarde der Stadt Bonn führt eine historische Kanone mit. Die KG Schwarz-Gelbe Jonge ist auf der Bönnschen Bimmel unterwegs und das Beueler Stadtsoldaten-Corps bringt eine historische „Feldküche mit Protze“ mit.
Außerdem finden sich ein historischer Feuerwehr-Löschwagen aus Lengsdorf und ein historischer Küchenwagen des DRK in der Aufstellung. Auch Gartenbau Siebengebirge ist Teil des Zuges.
Die Verbindung von Beueler Vereinsleben und Schaustellertradition gehört zum besonderen Charakter des Festumzuges. Fahnenabordnungen der Schausteller aus dem gesamten Bundesgebiet ziehen ebenfalls mit. Den Abschluss bildet der Festwagen mit den Ehrengästen.
Los geht es am Freitag, 11. September 2026, um 13.30 Uhr. Gegen 14.50 Uhr soll der letzte Wagen die Bayernfesthalle erreichen. Und so kann dann um 15 Uhr Pützchens Markt dort offiziell eröffnet werden.
Das ist Zugweg des Historischen Festumzuges 206. Er startet um 13:30 vom Adelheidisplatz/Ecke Pützchens Chaussee.
Update: wir aktualisieren die Informationen laufend nach aktuellem Sachstand. Die Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Gruppennummern 20, 50 und 57 bleiben frei. Gruppe 65 entfiel kurzfristig.
Quellen
Freundeskreis Pützchens Markt: „Pützchens Markt 2026 beginnt wieder mit dem historischen Festumzug“, vom 8. September 2026 – Angaben zu Termin, 14. Festumzug, etwa 70 Zuggruppen, Startpunkt, Kommentatorenstellen und geplantem Ende an der Bayernfesthalle.
Die Angaben zu den weiteren teilnehmenden Gruppen, Personen und Fahrzeugen basieren auf der der Redaktion vorliegenden Zugaufstellung des Historischen Festumzuges 2026.
Noch stehen die Fahrgeschäfte still, auf dem Platz wird geschraubt und vorbereitet. Wenige Tage vor dem Start von Pützchens Markt nutzten mehr als 100 Interessierte die Gelegenheit, bei der Backstage-Tour des Freundeskreises Pützchens Markt einen Blick hinter die Kulissen einiger der diesjährigen Neuheiten zu werfen.
Durch den Abend führte Harald Borchert, 1. Vorsitzender des Freundeskreises – und einer, der den Markt wie kaum ein anderer kennt. Borchert war viele Jahre Marktleiter von Pützchens Markt, bevor er 2021 in den Ruhestand ging. Heute engagiert er sich weiter für die Traditionskirmes und steht seit 2024 an der Spitze des Freundeskreises. Der Verein hat sich dem Erhalt und der Förderung des Brauchtums rund um Pützchens Markt verschrieben und organisiert unter anderem regelmäßig die beliebten Backstage-Touren.
Ein Riesenrad voller Technik
Erste Station war passenderweise eine der auffälligsten Neuheiten auf dem Platz: der „Eyecatcher“ der Bonner Schaustellerfamilie Kipp. Willi Kipp nahm sich ausführlich Zeit, den Besuchern das 2025 gebaute Riesenrad und vor allem die Technik dahinter vorzustellen.
55 Meter ragt der Eyecatcher in die Höhe, 42 geschlossene Gondeln bieten Platz für insgesamt 252 Personen. Gebaut wurde die Anlage vom niederländischen Hersteller Mondial. Alle Gondeln sind barrierearm und mit einem Rollstuhl nutzbar. Kipp betonte bei der Führung, dass Rollstuhlfahrer und eine Begleitperson bei ihm kostenlos mitfahren können.
Im Vergleich zum bekannten Europa-Rad der Familie hat sich vor allem beim Transport und Aufbau einiges verändert. Statt 20 Transportern werden für den Eyecatcher nur noch acht benötigt. Das spielt nicht zuletzt angesichts der Kraftstoffkosten eine Rolle. Auch der große Mobilkran, der beim Europa-Rad zum Aufbau benötigt wurde, ist beim neuen Rad nicht mehr erforderlich: Die Konstruktion richtet sich weitgehend mit eigener Hydraulik auf.
Während für das Europa-Rad früher mehrere Tage Aufbauzeit eingeplant werden mussten, berichtete Kipp, dass der Eyecatcher mit sechs Personen innerhalb von rund zwölf Stunden aufgebaut werden könne. In Bad Kreuznach hatte der Freundeskreis das Riesenrad bei einem Vereinsausflug bereits besucht.
Auch während des Betriebs steckt deutlich mehr Technik im neuen Rad, als man als Fahrgast vermuten dürfte. Kipp erläuterte, dass die Position der Gondeln bis auf etwa einen Zentimeter genau bestimmt werden kann. Dazu arbeitet das System unter anderem mit einem Barcode an der zentralen Achse und einem Scanner. So weiß die Steuerung sehr genau, an welcher Position sich das Rad befindet. Für unterschiedliche Bedingungen stehen verschiedene Fahrprogramme zur Verfügung. Bei Regen oder einer ungünstigen Gewichtsverteilung in den Gondeln wird beispielsweise sanfter abgebremst.
Auch Wind gehört bei einem 55 Meter hohen Fahrgeschäft naturgemäß zu den wichtigen Faktoren. Nach Angaben Kipps ist der Betrieb bis Windstärke 8 zugelassen. Das entspricht nach der Beaufort-Skala etwa 62 bis 74 Kilometern pro Stunde. Bei deutlich höheren Windstärken müssen zusätzliche Maßnahmen getroffen werden; Kipp erläuterte, dass ab Windstärke 10 einzelne Gondeln demontiert werden müssen.
Und natürlich gehört zu einem modernen Riesenrad auch Licht. Jede Menge Licht sogar. Eine einzelne der verbauten LED-Einheiten koste rund 85 Euro, erklärte Kipp. Wie viele davon insgesamt am Eyecatcher stecken, wollte ein besonders interessierter junger Teilnehmer ganz genau wissen. Kipp musste passen – versprach aber mit einem Augenzwinkern, noch einmal ganz genau nach zu zählen und die Antwort im nächsten Jahr zu liefern.
Eine weitere Besonderheit wartet auf dem Vordach: Maskottchen „Cocos“, ein Kakadu, der von Bonn und seinen Sehenswürdigkeiten erzählt. Und er singt auch ein ganz besonderes Lied – in voller Länge. Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten. Das sollte man sich auf Pützchens Markt vielleicht einfach selbst anhören.
Übrigens: das bisherige Europa-Rad der Familie Kipp soll ab etwa Oktober einen Standort in Florenz in Italien erhalten.
300 Meter Grusel auf drei Etagen
Von luftiger Höhe ging es anschließend ins Reich der Geister. Zweite Station war die neue Drei-Etagen-Geisterbahn „Halloween“ von Rico Rasch.
Auch sie ist noch ausgesprochen jung: Die Anlage wurde 2025 fertiggestellt und feierte am 25. Juli 2025 auf dem Hamburger Sommerdom Premiere. Hersteller ist Ride Technic aus Tschechien. Rund zweieinhalb Jahre Produktion gingen dem Start voraus.
Bei der Backstage-Tour erklärte Rico Rasch, was nötig ist, um eine solche Geisterbahn überhaupt von Kirmesplatz zu Kirmesplatz zu bewegen: Zwei Mittelbauwagen und vier weitere Anhänger gehören zum Transport.
Im Inneren warten rund 300 Meter Schienenstrecke auf die Fahrgäste. Über drei Etagen führt die Fahrt, einschließlich eines Spindelaufzugs. Rund 3 Minuten und 40 Sekunden dauert eine Runde. Schon von außen sorgen 17 Figuren dafür, dass kaum Zweifel daran aufkommen, was die Fahrgäste drinnen erwartet.
Kinder dürfen nach den Angaben bei der Führung ab vier Jahren in Begleitung und ab acht Jahren alleine fahren. Seitlich ist die Anlage entsprechend aktueller Sicherheitsanforderungen mit Gittern gesichert.
Und was wäre eine Geisterbahn ohne Menschen, die im richtigen Moment für zusätzlichen Schrecken sorgen? Auf die Frage ob dafür noch Personal gesucht werde, verwies Rasch auf sein Team: Man habe über eine Agentur bereits ein gutes Team von Erschreckern gefunden.
Rico Rasch (l), Harald Borchert (r)Die Wagen der Geisterbahn bei Tageslicht aus der Nähe
Aus Graz erstmals nach Pützchen
International wurde es bei der dritten Station. „Nightfly – No Gravity“ der Kammerhofer & Sohn GmbH ist in diesem Jahr erstmals auf Pützchens Markt vertreten. Frau Kammerhofer war sichtlich erfreut über die Vielzahl an Besuchern, die an der Backstage Tour teilnahmen.
Der Nightfly selbst ist ebenfalls Baujahr 2025. Das Fahrgeschäft des italienischen Herstellers Technical Park vom Typ „Pegasus 16“ bietet 16 Fahrgästen gleichzeitig Platz. Frau Kammerhofer hatte das Geschäft gemeinsam mit ihrem Mann 2025 erworben.
Die Schaustellerfamilie kommt aus Graz in der Steiermark und hatte damit die wohl längste Anreise nach Bonn hinter sich. Rund 950 Kilometer waren es. Und natürlich war auch hier der Kraftstoff ein Thema: In Österreich sei der Diesel mit rund 1,85 Euro pro Liter noch vergleichsweise günstig gewesen – für die gesamte Strecke reichte die Tankfüllung allerdings nicht.
Die Familie Kammerhofer blickt bereits auf fünf Schausteller-Generationen zurück. Auf Pützchens Markt sei man von den anderen Schaustellerfamilien sehr freundlich aufgenommen worden. Mit dem Nightfly wird sie mit ihrem Mann als junge Familie noch in anderen Städten in Deutschland unterwegs sein und so außerhalb von Österreich Erfahrungen sammeln.
Für die Besucher der Backstage-Tour wurde das Fahrgeschäft bereits mit Beleuchtung gezeigt. Der inzwischen einsetzende Regen hatte dabei zumindest einen kleinen Vorteil: Unter dem dunkler werdenden Himmel kam die Lichtanlage besonders gut zur Geltung.
Für die passende Stimmung während des regulären Betriebs sorgt außerdem ein angestellter Rekommandeur.
Frau Kammerhofer beantworte Fragen bei der Backstage-Tour zum „Nightfly“
Ein Blick zurück auf die Geschichte des Marktes
Zum Abschluss führte die Tour zu Familie Markmann. Hubert „Huppemann“ Markmann und sein Sohn Marcel stellten dort neue Informationstafeln vor, die sich im Detail mit Attraktionen aus der Geschichte von Pützchens Markt beschäftigen.
Eine weitere Tafel erinnert an Anton Schwarzkopf, einen der bedeutendsten deutschen Konstrukteure von Achterbahnen und Fahrgeschäften. Schwarzkopf prägte mit seinen Konstruktionen über Jahrzehnte die Volksfest- und Freizeitparkwelt. Auch auf Pützchens Markt waren immer wieder Anlagen aus seiner Produktion zu erleben.
Dass die Geschichte solcher Fahrgeschäfte in Pützchen nicht nur Vergangenheit ist, sondern bis heute gepflegt und weitergegeben wird, passt zum Anliegen des Freundeskreises. Der Verein will ausdrücklich das Brauchtum und Kulturgut rund um Pützchens Markt erhalten und das Heimatbewusstsein stärken.
Und offenbar besteht großes Interesse daran, einmal genauer hinzusehen: Trotz des während der Tour einsetzenden Regens blieb die Gruppe zusammen und folgte den Erläuterungen der Schausteller aufmerksam.
Die Backstage-Tour zeigte dabei vor allem eines: Was für die Besucher ab Freitag einfach leuchtet, fährt, dreht oder erschreckt, ist das Ergebnis von erstaunlich viel Technik, Logistik, Erfahrung und Arbeit. Und hinter jedem Geschäft stehen Familien und Menschen, die dieses Stück Jahrmarktskultur von Platz zu Platz tragen.
Hubert Markmann informiert über die Historie von Anton Schwarzkopf
Schon morgen ist es soweit: das Beuelfest und das Promenadenfest laden an Rheinufer und zum Möhneplatz am Beueler Rathaus ein! Wer wissen möchte welche Stände vertreten sind. Wir haben die Liste 😎 Falls ihr das Bühnenprogramm sucht: das haben wir natülich auch für euch 😉
Die Linie 66 in Bonn fährt weiterhin nur eingeschränkt. Zwischen Siegburg, Bonn und Bad Honnef übernehmen deshalb auf Teilen der Strecke die Ersatzbusse BE66, BE67 und BE68 den Verkehr. Damit ihr mit den Namen nicht durcheinander kommt, hier eine Übersicht:
Damit ihr nicht erst diverse Pressemeldungen der SWB durchsuchen müsst an deren Ende teilweise Pläne abrufbar sind, findet ihr hier die aktuellen Fahrpläne und wichtigsten Informationen zum Ersatzverkehr auf einen Blick. Auf diese Optimierungspotenzial bei der Nutzerfreundlichkeit haben wir die SWB bereits hingewiesen.
Update 12. September 2026: Auf der Seite der SWB finden sich nun an zentraler Stelle alle aktuellen Ersatzfahrpläne. Diese erreicht ihr hier: https://www.swb-busundbahn.de/fahrplaene/wiederinbetriebnahme-stadtbahnen/ In unserem Artikel haben wir die zwischenzeitlich veralteten Links entfernt, behalten den Artikel jedoch im Sinne der Transparenz online.
Update 15. September 2026: 8 Wochen nach der Stilllegung haben es 5 der 60 Bahnen durch die Prüfung geschafft. Damit sind nun 20 von insgesamt 75 Bahnen mit Eignung für die Linie 66 einsatzbereit. Den aktuellen Stand als „SWB-Stadtbahn-Pegel“ findet ihr vorübergehend auch im Briefing unter https://beuel.net/#swb
Update 20. September 2026: Da zwischenzeitlich 10 von 60 Wagen die Prüfung bestanden haben verkehrt die Linie 66 von Siegburg bis Bonn Hbf Montag bis Freitag wieder im regulären 10-Minuten-Takt. Auch der P+R Parkplatz in Vilich ist damit wieder frei. Busersatzverkehr bleibt noch auf den Strecken Bonn Hbf bis Ramersdorf, und Ramersdorf bis Bad Honnef bestehen.
So sieht die Entwicklung im zeitlichen Verlauf aus: wenige Wochen nach Sperrung der Nordbrücke wurden 60 Bahnen stillgelegt, 15 waren nicht betroffen.
Stand: 3. September 2026
Stadtbahn Linie 66
Zwischen Vilich und Bonn Hauptbahnhof verkehren weiterhin Stadtbahnen der Linie 66. Auf den übrigen Abschnitten fahren Ersatzbusse.
BE67: Siegburg – Vilich
Der BE67 fährt zwischen Siegburg und Vilich. Achtung: auch wenn der Name es suggeriert: es handelt sich nicht um einen vollständigen Ersatz der Linie 67.
Hier geht es direkt zur Meldung der SWB. Darin finden sich auch:
Fahrpläne BE 67
Haltestellenlagepläne BE 67
BE68: Bonn Hauptbahnhof – Ramersdorf
Der BE68 verbindet Bonn Hauptbahnhof und Ramersdorf. Achtung: auch wenn der Name „BE68“ es suggeriert: Es handelt sich nicht um einen vollständigen Ersatz der Linie 68.
Hier geht es direkt zur Meldung der SWB. Darin finden sich auch:
Fahrpläne BE 68
Haltestellenlagepläne BE 68
Achtung am 4. und 5. September: Wegen der Sperrung der Adenauerallee wird der BE68 zeitweise umgeleitet. Die Sperrung gilt nach Angaben der SWB von Freitag, 4. September, 7 Uhr, bis Samstag, 5. September, 23 Uhr. Im Bereich Museum Koenig gelten deshalb Änderungen bei der Haltestellenbedienung. Hintergrund ist das Bürgerfest des Bundespräsidenten. https://www.bundespraesident.de/DE/buergerfest/buergerfest_node.html
Lagepläne der Haltestellen „Museum Koenig“ des BE 68 (4. bis 5. September) 2.51 MB
BE66: Ramersdorf – Königswinter – Bad Honnef
Der BE66 fährt zwischen Ramersdorf und Königswinter beziehungsweise Bad Honnef.
Hier geht es direkt zur Meldung der SWB. Darin finden sich auch:
Fahrpläne BE 66
Haltestellenlagepläne BE 66
Weitere Stadtbahnlinien
Die Linie 16 fährt weitgehend planmäßig, unterstützt durch Fahrzeuge der KVB. Auch die Linie 18 fährt regulär.
Die Linien 63, 67 und 68 werden derzeit nicht regulär als Stadtbahnlinien bedient. Fahrgäste der Linie 63 können auf dem gemeinsamen Streckenabschnitt die Linie 16 nutzen.
Hinweis von Beuel.net: Auch wenn der Name es suggeriert: BE67 ersetzt keineswegs Linie 67 vollständig, sondern nur einen Teilstück. Gleiches gilt für Linie 68, wo BE68 nur ein Teilstück bedient. Es werden nur Streckenteile bedient, die parallel mit der Linie 66 verlaufen…
Haltestellenübersicht mit Zuordnung des Ersatzverkehrs
Bad Honnef A
BE66
Bad Honnef Am Spitzenbach
BE66
Rhöndorf A
BE66
Königswinter Denkmal
BE66
Königswinter Fähre
BE66
Königswinter Cl.-August-Str. A
BE66
Longenburg
BE66
Oberdollendorf
BE66
Oberdollendorf Nord
BE66
Oberkassel Süd/Römlinghoven
BE66
Oberkassel Mitte
BE66
Oberkassel Nord
BE66
Ramersdorf
BE66 / BE68
Rheinaue
BE68
Robert-Schuman-Platz
BE68
Olof-Palme-Allee
BE68
Ollenhauerstraße
BE68
Heussallee/Museumsmeile
BE68
Museum Koenig
BE68
Bundesrechnungshof/A. Amt
BE68
Juridicum
BE68
Universität/Markt
BE68
Hauptbahnhof Gleis U3a
BE68 / Linie 66
Stadthaus B1
Linie 66
B.-v.-Suttner-Pl./Beethovenhaus A
Linie 66
Konrad-Adenauer-Platz A
Linie 66
Adelheidisstraße
Linie 66
Vilich
Linie 66 / BE67
Vilich-Müldorf B
BE67
Hangelar West
BE67
Hangelar Mitte B
BE67
Hangelar Ost B
BE67
Sankt Augustin Ort
BE67
Sankt Augustin Kloster
BE67
Sankt Augustin Zentrum B
BE67
Sankt Augustin-Mülldorf B
BE67
Siegburg Bahnhof
BE67
Hinweis: Die Fahrpläne und Angaben zum Ersatzverkehr stammen von den SWB. Alle Angaben ohne Gewähr. Wir aktualisieren diese Übersicht bei Änderungen möglichst zeitnah bis die SWB ihre Webseite optimiert haben. Bei kurzfristigen Änderungen empfiehlt sich zusätzlich ein Blick auf die aktuellen Verkehrsmeldungen der SWB: https://www.swb-busundbahn.de/fahrplaene/wiederinbetriebnahme-stadtbahnen/
„Maximale Transparenz und Sicherheit“ versprachen die SWB Bus und Bahn am 23. Juli. Sechs Wochen später folgt die nächste Ankündigung: Nun soll es eine „verlässliche Kommunikation“ zur Stadtbahnsituation geben.
Auf Anfrage von beuel.net haben die SWB inzwischen konkretisiert, was darunter zu verstehen ist, einige unserer Fragen beantwortet und Änderungen an der Fahrgastinformation angekündigt. Das ist zu begrüßen.
Es zeigt aber auch: Vertrauen entsteht nicht durch eine neue Überschrift. Entscheidend ist, was sich für die Fahrgäste tatsächlich ändert.
Wenn die Aufsichtsbehörde von „Gefahr für Leib und Leben“ spricht
Gerade die Vorgänge um die Technische Aufsichtsbehörde (TAB) zeigen, warum Vertrauen verloren gegangen ist.
Während die Öffentlichkeit zunächst von möglicher Materialermüdung, zusätzlichen Prüfungen und vorsorglichen Maßnahmen erfuhr, wurde später bekannt, mit welcher Dringlichkeit die Aufsichtsbehörde die Situation tatsächlich bewertete. In ihrem Bescheid wurde die Außerbetriebnahme der betroffenen Fahrzeuge mit der Abwendung einer „Gefahr für Leib und Leben einer Vielzahl von Personen“ begründet. Nach den bekannt gewordenen Angaben musste mit einem spontanen Versagen von Bauteilen der Radsätze gerechnet werden, das zu einer Entgleisung hätte führen können.
Das ist eine Dimension, die weit über eine gewöhnliche technische Störung hinausgeht.
Und genau deshalb stellt sich die Vertrauensfrage: Warum mussten die Bonnerinnen und Bonner erst später erfahren, wie ernst die zuständige Aufsichtsbehörde die Situation tatsächlich einschätzte?
Wer Vertrauen zurückgewinnen möchte, muss solche Fragen beantworten. Vollständig, nachvollziehbar und ohne Beschönigungen.
Die verschwundene Meldung: SWB nennen Programmierfehler als Ursache
Auch die Darstellung der Stadtbahnkrise auf der Internetseite der SWB warf Fragen auf.
Auf der eigens eingerichteten Sonderseite zur Wiederinbetriebnahme der Stadtbahnen fehlte zeitweise ausgerechnet die Pressemitteilung vom 23. Juli mit dem Titel „SWB Bus und Bahn setzt auf maximale Transparenz und Sicherheit“ in der sichtbaren Chronologie der „Aktuellen Meldungen“. Auf die Meldung vom 29. Juli folgte unmittelbar die vom 22. Juli.
Die Mitteilung selbst war weiterhin online und sogar über eine Adresse innerhalb des Bereichs „Wiederinbetriebnahme Stadtbahnen“ erreichbar.Inzwischen ist geklärt, was dahintersteckte. Auf Anfrage von beuel.net erklären die SWB: „Es handelte sich um einen Programmierfehler, der inzwischen behoben ist.“ Die Meldung sei nicht entfernt worden. Es habe sich um ein „technisches Problem in der Ansicht“ gehandelt. Damit ist diese Frage beantwortet.
Informationen irgendwo zu veröffentlichen reicht nicht
Ein grundsätzliches Problem bleibt dagegen die bisherige Präsentation der Ersatzverkehre.
Die SWB erklären auf ihrer Sonderseite selbst, die jeweils gültigen Fahrpläne und Lagepläne der Haltestellen für den Bahnersatzverkehr befänden sich „am Ende der einzelnen Meldungen“.
Denn nicht jede Meldung enthält die aktuell gültigen Pläne für alle Ersatzlinien. Wer beispielsweise wissen möchte, wie der BE66 aktuell fährt, kann auf der Übersichtsseite nicht einfach „BE66 – aktueller Fahrplan“ auswählen.
Stattdessen muss der Fahrgast zunächst herausfinden, in welcher der chronologisch angeordneten Meldungen die aktuell gültigen Unterlagen für diese Linie hinterlegt sind, diese Meldung öffnen und anschließend bis zu den Anhängen navigieren.
Das führt zu einer bemerkenswerten Situation: Um eine aktuelle Fahrgastinformation zu erhalten, muss man auf einer chronologisch aufgebauten Nachrichtenseite unter Umständen rückwärts durch ältere Meldungen suchen.
Auf unsere Frage, warum die aktuell gültigen Pläne nicht zentral und prominent auf der Einstiegsseite bereitgestellt werden, erklären die SWB:
„Momentan bieten wir unseren Fahrgästen die größtmögliche Sicherheit, dass wir unter jeder aktuellen Meldung die jeweils gültigen Fahrpläne anhängen.“ Gleichzeitig kündigen sie aber eine konkrete Verbesserung an: „Ja, wir werden zusätzlich alle jeweils gültigen Fahrpläne des Bahnersatzverkehres auf der Sonderseite separat abbilden.“
Das ist ein sinnvoller Schritt – und genau die Art konkreter Veränderung, an der sich die angekündigte „verlässliche Kommunikation“ messen lassen sollte.
Nicht nur unübersichtlich – auch fachlich problematisch
Dass eine solche Verbesserung sinnvoll ist, lässt sich nicht nur subjektiv mit „übersichtlicher“ oder „unübersichtlicher“ begründen.
Die DIN EN ISO 9241-110:2020-10 beschreibt anerkannte Prinzipien für die Gestaltung der Interaktion zwischen Mensch und System. Dazu gehören unter anderem Aufgabenangemessenheit, Selbstbeschreibungsfähigkeit und Erwartungskonformität.
Vereinfacht gesagt sollte ein digitales Angebot den Nutzer dabei unterstützen, seine eigentliche Aufgabe zweckmäßig zu erledigen. Die notwendigen Informationen sollten verständlich und dort auffindbar sein, wo sie aufgrund des Nutzungskontextes erwartet werden können.
Übertragen auf die Sonderseite der SWB ist die eigentliche Aufgabe eines Fahrgastes nicht, Pressemitteilungen zu recherchieren.
Seine Frage lautet beispielsweise schlicht: Wie fährt der BE66 heute?
Um diese Frage zu beantworten, muss der Nutzer bislang zunächst die Veröffentlichungslogik der Seite verstehen: Welche Meldung enthält die richtigen Unterlagen? Ist die neueste Meldung relevant? Muss ich eine ältere öffnen? Befindet sich dort der benötigte Anhang? Ist dieser noch gültig?
Unter den Gesichtspunkten der Aufgabenangemessenheit und Selbstbeschreibungsfähigkeit ist das zumindest problematisch. Eine konsequent am Fahrgast orientierte Informationsarchitektur könnte dagegen ausgesprochen einfach aussehen:
Aktuelle Verkehrslage – Stand: [Datum/Uhrzeit]: >> Linie – Status – Fahrplan – Haltestellenplan
Damit wäre die zentrale Fahrgastfrage innerhalb weniger Sekunden beantwortbar. Die Pressemitteilungen und die Chronologie der Stadtbahnkrise könnten anschließend darunter stehen. Genau in diese Richtung geht nun die Ankündigung der SWB, die jeweils gültigen Ersatzfahrpläne zusätzlich separat auf der Sonderseite abzubilden.
Wenn „hier“ wieder zu „hier“ führt
Ein weiteres Detail illustriert das Problem fast schon unfreiwillig. Auf der Sonderseite zur Wiederinbetriebnahme der Stadtbahnen erscheint ein Hinweis auf den eingeschränkten Stadtbahnbetrieb. Für „aktuelle Informationen“ sollen Fahrgäste dort auf „hier“ klicken. Der Link führt allerdings auf genau jene Sonderseite, auf der sich der Nutzer bereits befindet.
Wer dem Hinweis folgt, erhält also keine weiterführende Information, sondern landet wieder am Ausgangspunkt.
Für sich genommen ist auch das nur eine Kleinigkeit. Zusammen mit den bisher in einzelnen Meldungen hinterlegten Fahrplänen und der notwendigen Suche nach den jeweils gültigen Dokumenten entsteht jedoch ein Bild: Die Informationen sind grundsätzlich vorhanden, ihre Struktur hilft dem Fahrgast aber nicht konsequent dabei, möglichst schnell die Antwort auf seine eigentliche Frage zu finden.
Widersprüchliche Angaben beim BE68
Dass es nicht allein um die Struktur der Internetseite geht, zeigt ein weiteres aktuelles Beispiel.
In einer Meldung der SWB zur Umleitung des BE68 wird die Sperrung der Adenauerallee für den Zeitraum vom 4. bis 5. September angegeben. Der unmittelbar dazu angebotene Download-Link zu den Lageplänen wurde dagegen mit „5. bis 6. September“ bezeichnet. Im PDF selbst findet sich wiederum der Zeitraum vom 4. bis 5. September.
Der Fahrgast muss also nicht nur herausfinden, wo die gesuchte Information steckt. Im Zweifel muss er anschließend auch noch selbst feststellen, welche von widersprüchlichen Angaben die richtige ist.
Genau hier bekommt die von den SWB angekündigte „verlässliche Kommunikation“ eine ganz praktische Bedeutung.
Transparenz und Verlässlichkeit bedeuten nicht, dass eine Information irgendwo auf einer Internetseite vorhanden ist. Eine für Fahrgäste wichtige Information muss aktuell, widerspruchsfrei, verständlich und ohne Kenntnis der internen Veröffentlichungsstruktur auffindbar sein.
Fehlerhafte Pläne: organisatorische und personelle Gründe
Wie groß die Herausforderungen offenbar auch innerhalb der Organisation sind, zeigte sich zuletzt an den Haltestellenplänen für die Ersatzverkehre BE67 und BE68. Die SWB wiesen selbst darauf hin, dass die Lage der Ersatzhaltestellen zwar korrekt eingezeichnet sei, die Linienbezeichnungen in den veröffentlichten Dokumenten jedoch erst am folgenden Tag angepasst werden könnten.
Wir wollten deshalb wissen, warum bereits als fehlerhaft erkannte Dokumente nicht unmittelbar korrigiert und neu veröffentlicht werden konnten. Die Antwort der SWB:
„Weil die Pläne noch nicht in der korrigierten Fassung vorgelegen haben.“ Auf die konkrete Nachfrage, ob hierfür technische, organisatorische oder personelle Gründe vorlagen, antworteten die SWB: „Organisatorische und personelle Gründe lagen vor.“
Damit ist zumindest geklärt, warum eine sofortige Korrektur nicht möglich war. Offen bleibt allerdings, welche organisatorischen Maßnahmen daraus folgen. Darauf nennen die SWB keine konkrete organisatorische Maßnahme. Sie erklären stattdessen: „Wir müssen um Verständnis bitten, dass es aufgrund der Kurzfristigkeit immer wieder dazu kommen kann, dass Informationen veröffentlicht werden, die einen vorläufigen Sachstand abbilden.“
Dass Informationen in einer dynamischen Lage vorläufig sein können, ist nachvollziehbar. Ein vorläufiger Sachstand und ein bereits erkannter Fehler sind allerdings nicht dasselbe. Gerade deshalb wäre interessant zu erfahren, ob und wie die internen Abläufe verbessert werden sollen.
„Verlässliche Kommunikation“ bekommt einen konkreten Inhalt
Positiv ist, dass die SWB inzwischen deutlich konkreter erklären, was sie unter der angekündigten „verlässlichen Kommunikation“ verstehen.
Künftig soll es werktags bis 16 Uhr ein Verkehrsupdate geben, damit Fahrgäste wissen, wie der Verkehr am folgenden Tag aussehen soll.
Samstags soll es grundsätzlich kein entsprechendes Update geben, weil die Linie 66 sonntags mit Bahnen bestückt werden könne und keine Busse führen. Sonntags wollen die SWB wiederum bis 16 Uhr darüber informieren, ob der Bahnersatzverkehr weiterhin gilt beziehungsweise auf welchen Streckenabschnitten möglicherweise wieder Bahnen eingesetzt werden können.Die jeweiligen Meldungen sollen das aktuelle Datum bereits in der Überschrift tragen, beispielsweise „Update 3.9.2026“.
Das sind konkrete Maßnahmen. Sie machen es für Fahrgäste leichter, aktuelle von älteren Informationen zu unterscheiden. Auch wenn die SWB weiterhin keinen Termin nennen können, wann die Stadtbahnen vollständig zurückkehren, gibt es nun zumindest eine vorgesehene Reihenfolge für die Rückkehr des Bahnverkehrs.
Sobald Fahrzeuge zur Verfügung stehen, soll zunächst der Abschnitt des BE67 zwischen Vilich und Siegburg wieder mit Bahnen bedient werden.
Danach soll der Abschnitt des BE68 zwischen Hauptbahnhof und Ramersdorf über die Südbrücke folgen.
Zum Schluss soll der Abschnitt des BE66 zwischen Ramersdorf und Königswinter beziehungsweise Bad Honnef wieder auf Bahnbetrieb umgestellt werden.
Auch das ist eine Information, die Fahrgästen eine bessere Orientierung ermöglicht.
Den jeweils aktuellen Stand führen wir bewusst nicht an dieser Stelle fort. Welche Abschnitte momentan mit Stadtbahnen bedient werden und wo BE66, BE67 und BE68 verkehren, findet sich aktuell in unserer Übersicht „Linie 66 in Bonn: Aktueller Ersatzverkehr und Fahrpläne“.
So bleibt dieser Kommentar auch dann verständlich, wenn sich die Betriebslage erneut ändert. Vielleicht wird unsere Übersicht auch obsolet, wenn sich die Plände bei der SWB besser finden lassen.
Und am Samstag kommt der Bundespräsident
Wie wichtig verständliche und aktuelle Fahrgastinformationen gerade jetzt sind, zeigt das kommende Wochenende.
Am Samstag öffnet Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Villa Hammerschmidt zum Bürgerfest. Für die Anreise wird den Gästen ausdrücklich der öffentliche Nahverkehr empfohlen. In den Besucherinformationen heißt es:
„Wir empfehlen die Anreise mit der U-Bahn, Station ‚Museum Koenig‘ (Linien 16, 63, 66).“
Ein auswärtiger Besucher muss daraus zunächst einmal schließen können, dass er mit diesen Linien wie angegeben zum Museum Koenig gelangen kann.
Doch ausgerechnet in diesen Wochen ist der Bonner Stadtbahnverkehr massiv eingeschränkt. Hinzu kommt die Sperrung der Adenauerallee. Auch der BE68 ist davon betroffen und muss umgeleitet werden.
Für Bonner, die sich seit Wochen mit BE66, BE67 und BE68 beschäftigen, mag die Situation inzwischen zum Alltag gehören. Zu einem Bürgerfest des Bundespräsidenten kommen aber auch Menschen, die das Bonner Stadtbahnnetz und seine derzeitigen Besonderheiten nicht kennen.
Gerade an einem solchen Tag müsste die Fahrgastinformation deshalb so eindeutig sein, dass auch ein Besucher von außerhalb innerhalb weniger Sekunden versteht: Welche Bahn fährt? Wo muss ich umsteigen? Welcher Ersatzbus fährt? Wo hält er? Und wie komme ich tatsächlich zur Villa Hammerschmidt?
Eine große Chance für den ÖPNV bleibt
Besonders bitter ist der Zeitpunkt der Stadtbahnkrise auch aus einem anderen Grund.
Mit der langfristigen Sperrung der Nordbrücke steht Bonn vor einer außergewöhnlichen Belastungsprobe für den Verkehr. Gerade in dieser Situation bietet sich für den öffentlichen Nahverkehr eine seltene Chance.
Menschen, die bislang überwiegend mit dem Auto unterwegs sind, können erleben, dass Bus und Bahn eine zuverlässige Alternative sein können, wenn eine wichtige Straßenverbindung der Stadt wegfällt. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass das Angebot funktioniert und die Fahrgäste sich darauf verlassen können.
Die derzeitigen massiven Einschränkungen bei der Stadtbahn erschweren diesen Vertrauensaufbau erheblich. Doch die Chance ist damit nicht vertan. Die Sperrung der Nordbrücke wird Bonn noch lange beschäftigen. Umso wichtiger ist es, die kommenden Monate zu nutzen, um einen funktionierenden und verlässlichen ÖPNV als echte Alternative zum Auto anzubieten.
Denn wer sein Auto stehen lässt, muss darauf vertrauen können, morgens zur Arbeit und abends wieder nach Hause zu kommen. Und er muss sich darauf verlassen können, dass Fahrpläne, Haltestellen und kurzfristige Änderungen verständlich und richtig kommuniziert werden.
Wenn es den SWB gelingt, den Stadtbahnverkehr wieder zuverlässig aufzustellen und gleichzeitig die Fahrgastinformation deutlich zu verbessern, liegt darin auch eine Chance: Menschen, die wegen der Nordbrückensperrung erstmals oder häufiger Bus und Bahn nutzen, könnten dem ÖPNV anschließend treu bleiben.
Wer Menschen dauerhaft zum Umstieg bewegen will, braucht deshalb mehr als Appelle zur Verkehrswende. Er braucht einen ÖPNV, auf den man sich verlassen kann.
Die kommenden Monate werden zeigen, ob die SWB diese Chance nutzen.
Vertrauen entsteht durch Tatsachen
Sechs Wochen nach dem Versprechen „maximaler Transparenz“ gibt es nun zumindest erste konkrete Antworten und angekündigte Veränderungen.
Der Programmierfehler bei der Meldung vom 23. Juli wurde behoben. Die jeweils gültigen Ersatzfahrpläne sollen künftig zusätzlich zentral auf der Sonderseite erscheinen. Werktags und sonntags soll es zu festgelegten Zeiten aktuelle Informationen zum Verkehr des folgenden Tages beziehungsweise zum weiteren Ersatzverkehr geben.
Das sind richtige Schritte und sie sollten auch als solche anerkannt werden.
Und über allem steht weiterhin die größere Frage nach dem Umgang mit der Stadtbahnkrise selbst: Was war wann bekannt? Wer wusste wann von welchem technischen Risiko? Welche Entscheidungen wurden zu welchem Zeitpunkt getroffen? Und warum erfuhr die Öffentlichkeit erst später, wie ernst die Technische Aufsichtsbehörde die Situation tatsächlich eingeschätzt hatte?
Verlorenes Vertrauen lässt sich nicht mit der nächsten Pressemitteilung zurückholen.
Aber Vertrauen kann zurückkehren.
Durch vollständige Informationen. Durch nachvollziehbare Entscheidungen. Durch Fehler, die offen benannt und schnell korrigiert werden. Durch Verbesserungen, die nicht nur angekündigt, sondern umgesetzt werden. Und letztlich durch Busse und Bahnen, auf die sich die Menschen verlassen können.
Nach „maximaler Transparenz“ und nun „verlässlicher Kommunikation“ haben die SWB erste konkrete Schritte angekündigt.
Jetzt kommt es darauf an, dass daraus gelebte Praxis wird.
Denn Vertrauen entsteht nicht durch Versprechen, sondern durch überprüfbare Fakten und Taten.
Daran sollten sich die SWB von jetzt an messen lassen.
Kurz-Meldung. Die Arbeiten an der Rheinaustraße unterhalb der Kennedybrücke sind fast abgeschlossen. Die Sperrung ist aufgehoben. Am heutigen Montag 31. August 2026 wurden noch einzelne Markierungsarbeiten vorgenommen. Somit steht nach dem Ende der Sommerferien diese wichtige Verbindung wie geplant wieder zur Verfügung.
Auch für Radfahrer ist somit ein weiterer Zugang zur Kennedybrücke wieder offen, und das ohne die Schlaglöcher der alten Straßendecke. Nach der Einrichtung des Einrichtungsverkehrs auf der Kennedybrücke ist für einige eine zusätzliche Querung der B56 erforderlich geworden.
In knapp 11 Wochen ist es soweit: die neue LiKüRa-Prinzessin wird gekrönt. Heute stellen wir sie ganz Beuel vor.
Der LiKüRa-Staat bekommt in der Session 2026/27 eine Tollität, die den Karneval von klein auf lebt: Laura Rosen wird als Laura I. die Jecken in Limperich, Küdinghoven und Ramersdorf regieren. Der Wahlausschuss des Festausschusses LiKüRa-Karneval e.V. hat die Küdinghovenerin zur 74. LiKüRa-Prinzessin gewählt.
Wer Laura kennt, weiß: Für sie ist das Amt weit mehr als eine Auszeichnung. Es ist die Fortsetzung einer lebenslangen Verbundenheit mit dem Brauchtum auf der Beueler Schäl Sick.
Geboren wurde Laura Rosen am 27. März 2004. Die 22-Jährige studiert Gesundheits- und Sozialmanagement am Rhein-Ahr-Campus in Remagen. Wenn sie nicht gerade studiert oder karnevalistisch unterwegs ist, gehören Motorradfahren, Skifahren, Kochen, Wandern und die Musik zu ihren Leidenschaften. Neben der Querflöte spielt sie auch Fanfare – Talente, die sie seit Jahren aktiv in das Vereinsleben einbringt.
Die designierte LiKüRa-Prinzessin Laura I. (Mitte) mit ihren Paginen Maja (links) und Luisa (rechts). Foto: privat mit freundlicher Genehmigung des LiKüRa-Festausschusses
Karneval von Anfang an
Kaum jemand dürfte von sich behaupten können, praktisch seit dem Säuglingsalter Teil des LiKüRa-Karnevals zu sein. Laura Rosen kann es. Bereits mit zehn Monaten nahm sie in der Fußgruppe der „Kühlekovvere Jonge on Mädche e.V.“ am LiKüRa-Zug teil.
Später folgte der Gardetanz. Seit 2007 gehört sie dem Tanzcorps „Die Ennertfunken“ der Großen Küdinghovener KG an. Dort entwickelte sie sich über viele Jahre hinweg zu einer festen Größe im Vereinsleben. Dass die Ennertfunken für Laura eine besondere Heimat sind, zeigte sich auch 2024: In ihrem Jubiläumsjahr stellten die Ennertfunken nicht nur die damalige LiKüRa-Prinzessin Isabell I., sondern mit Laura Rosen auch eine ihrer Paginnen.
Auch musikalisch engagiert sie sich seit Jahren als Flötistin im Tambourcorps Grün-Weiß 1950 Bonn-Oberkassel e.V.
Vom Kinderthron zur LiKüRa-Krone
Die designierte Prinzessin kennt das Amt bereits aus eigener Erfahrung. Schon 2010 durfte sie als LiKüRa-Kinderprinzessin die jungen Jecken begeistern.
Vierzehn Jahre später stand sie als Pagin an der Seite von LiKüRa-Prinzessin Isabell I. und konnte das Amt aus nächster Nähe erleben. Nun folgt der nächste Schritt: die eigene Regentschaft über den LiKüRa-Staat.
Damit schließt sich für die Küdinghovenerin ein Kreis, der über viele Jahre gewachsen ist und von zahlreichen Begegnungen, Auftritten und Vereinsaktivitäten geprägt wurde.
Karneval liegt in der Familie
Dass Laura Rosen einmal selbst die LiKüRa-Krone tragen würde, überrascht in ihrem Umfeld kaum. Der Karneval spielt in ihrer Familie seit Generationen eine wichtige Rolle.
Ihre Mutter Kirsten schrieb bereits in der Session 1991/92 als LiKüRa-Prinzessin Kirsten I. ein eigenes Kapitel der LiKüRa-Geschichte. Unterstützt wird Laura zudem von ihrem Vater Ulrich und ihrem Bruder Fabian, die ihren karnevalistischen Weg seit Jahren begleiten.
Eine Prinzessin aus den eigenen Reihen
Die Wahl von Laura Rosen steht beispielhaft für das, was den LiKüRa-Karneval seit Jahrzehnten auszeichnet: Menschen, die sich über Jahre hinweg in Vereinen engagieren.
Mit Laura I. übernimmt eine junge Frau das Amt, die den Karneval aus nahezu allen Perspektiven kennt – als Teilnehmerin im Zug, als Tänzerin, Musikerin, Kinderprinzessin, Pagin und Vereinsmitglied.
Der Festausschuss LiKüRa-Karneval hatte bereits im Frühjahr bekanntgegeben, dass die Wahl auf die Küdinghovenerin gefallen ist. An ihrer Seite werden die Paginnen Maja Drotbohm und Luisa Klemmer stehen, die sie bereits von den Ennertfunken kennt.
Meinung
Die Wahl von Laura Rosen wirkt wie eine klassische LiKüRa-Geschichte: eine junge Frau aus dem Ort, tief verwurzelt im Vereinsleben, mit jahrzehntelanger Karnevalserfahrung trotz ihres jungen Alters. Solche Personalien zeigen, wie stark die Nachwuchsarbeit der Vereine in Küdinghoven, Limperich und Ramersdorf funktioniert. Für den LiKüRa-Staat ist Laura I. damit nicht nur eine neue Prinzessin, sondern auch ein sichtbares Beispiel dafür, wie Brauchtum von Generation zu Generation weitergegeben wird.
Kurz-Meldung 13:20. Da staunten manche Beueler am Morgen nicht schlecht, als sie eine vermeintliche Bürgerbefragung des OB zur Verkehrspolitik im Briefkasten hatten. Beim Lesen wurde jedoch schnell klar, dass es sich dabei nicht um eine offizielle Umfrage der Stadt handelt, obwohl sie das Logo trägt und damit der üblichen Korrespondenz der Stadt ähnelt. Dem Inhalt nach scheint eine Unzufriedenheit mit der Verkehrspolitik Auslöser zu sein. Die Hintergründe und Urheberschaft sind aktuell noch unklar.
Update16:15. Wie wir auf Nachfrage von einer Pressesprecherin der Stadt erfahren haben, weist die Stadtverwaltung darauf hin, dass dieses Schreiben gefälscht ist. Die Verwaltung erstattet Anzeige gegen Unbekannt.
Wie berichtet findet das Fest in diesem Jahr als Kooperation zwischen der Gewerbe-Gemeinschaft Beuel und der Interessengemeinschaft Beueler Vereine statt. Auf der Webseite der Gewerbe-Gemeinschaft https://beuelhats.de/ kann das Programm inklusive Faltblatt angesehen werden. Nun wurde das Bühnenprogramm veröffentlicht:
Samstag 05.09.2026 auf der Rathaus-Bühne: Ina Harder führt durch das Programm. 12:30 Kindercorps der Beueler Stadtsoldaten mit des. Wäscherprinzessin Anna I. 13:30 Tanzcorps Luftpiraten e.V. 14:30 Prinzengarde Vilich-Müldorf e.V. mit des. Kinderprinzenpaar 15:30 KG Beueler Rhingfunken von 2025 e.V. 16:30 Tanzcorps „Die Ennertfunken“ 18:30 Motel Kings – Rhythm ’n Blues 20:00 Moondance – Rock
Samstag 05.09.2026 auf der Rheinufer-Bühne: Patty Burgunder führt durch das Programm. 12:30 Tanzcorps Luftpiraten e.V. 13:30 Kindercorps der Beueler Stadtsoldaten mit des. Wäscherprinzessin Anna I. 14:30 KG Beueler Rhingfunken von 2025 e.V. 15:30 Tanzcorps „Die Ennertfunken“ mit des. LiKüRa-Prinzessin Laura I. und LiKüra-Kinderprinzenpaar 16:30 Flamenco mit dem Spanischen Elternverein Bonn-Beuel e.V. 19:00 SchlagerMetall – In Nomine Hossa
Sonntag 06.09.2026 auf der Rheinufer-Bühne: Patty Burgunder führt durch das Programm. 13:00 Prinzengarde Vilich-Müldorf e.V. mit des. Kinderprinzenpaar 14:00 Soul Cake 15:00 Plenty Fourty – Rhythm ’n’ Blues & Funk 18:00 Elton & the Joels – The Music of Elton John & Billy Joel
Meinung. Wie schön, dass es eine Fortsetzung dieser beiden beliebten Feste gibt, die einen Einblick geben in die zahlreichen Beueler Aktivitäten, Initiativen und Vereine.
Faltblatt zur Veranstaltung. Erstellt vom Veranstalter.